Hallo zusammen,
ich wurde letzten Dienstag wegen einer seltenen Krankheit 640km entfernt von meinem Wohnort am Rücken operiert. Es war ein Engriff bis in die Dura und das Rückenmark. Erst dachte ich, ich schaffe es schon selbst nach Hause, aber habe erst vor Ort
a) von den Risiken erfahren: Flugzeug ist tabu, Druckausgleich kann zu inneren Blutungen und Liquor-Leck führen
b) festgestellt, das nach etwa 10-15 Minuten laufen mein Bein taub wird und die Wade verkrampft. Das ist nicht all zu ungewöhnlich und wird sich wohl in den kommenden Wochen legen. Aber das schließt für mich persönlich 6h ICE oder 9h Nachtzug aus, weil wenn es zu Verspätungen kommt oder ich irgendwo mit dem Zug hängen bleibe, was sind da 10 Minuten. Um das zu lösen muss ich mich immer 20min hinlegen.
Nun habe ich nach einem KTW gefragt, der mich liegend nach Hause bringt und mir wurde gesagt, dass bei der weiten Strecke die gesetz. Krankenkasse sicherlich Probleme machen wird.
Theoretisch kann mich ein Freund 6h mit dem Auto fahren, was aber nach jeder chirurgischen Leitlinie problematisch wäre, weil ich keine medk. thromboseprofelaxe nehmen darf (nur strümpfe) und auch nicht wirklich liegend wäre, also hohe Belastung auf die Wundstelle.
Was den Ort der Behandlung angeht, haben die Unikliniken in meinem Bundestaat alle gesagt, die hätte noch nie davon gehört (telefonisch). Leider habe ich mir das nicht schriftlich geben lassen.
Finanziell kann ich den Transport theoretisch privat tragen 2.2k-3k wenn es dazu kommen würde, aber ich hoffe es ist verständlich, dass wenn mir jemand 5cm tief in den Rücken geht unter 35 die Kasse die Notwendigkeit für den Transport nahezu nicht ablehnen kann. Was ist da eure Einschätzung?
Edit: Danke für die Einschätzungen, mir reicht das, um mit der KK und dem medizinischem Personal das abzustimmen, weitere Antworten sind nicht notwendig.