Mieter zahlt 2 Monate keine Miete, behält wegen absurder Nebenkostenforderung (5.000 €) alles ein
Hallo zusammen,
ich brauche Schwarmwissen zu einem eskalierten Mietkonflikt. Mein Mieter (saisonal in DE beschäftigt, meiste Zeit im Eu-Ausland) war erst monatelang unauffindbar, weshalb eine reguläre Mieterhöhung im Januar in seinem überquellenden Briefkasten unterging. Nun ist er wieder da, aber die Situation ist völlig verfahren.
Die aktuellen Fakten:
Mietrückstand: Er hat für April und Mai gar keine Miete überwiesen (2 volle Monatsmieten Rückstand). Von Januar bis März hat er nur die alte Miete gezahlt (der Mieterhöhung hat er nie aktiv zugestimmt, da er die Post nicht öffnete).
Sein Grund: Er behauptet, ich schulde ihm 5.000 € aus der Nebenkostenabrechnung und behält deshalb die komplette Miete ein.
Die Realität: Es gibt tatsächlich ein Guthaben zu seinen Gunsten, dieses beträgt aber exakt 1.000 €, nicht 5.000 €.
Hintergrund: Es gab bei unserer Hausverwaltung in den Vorjahren nachweislich ein riesiges Chaos bei den Heizkostenabrechnungen (falsche Zählerstände/Gerätenummern in der WEG). Er versteht die korrigierte Abrechnung und seinen Mietvertrag schlichtweg nicht und beharrt stur auf seiner Fantasiesumme. Er behauptet, weil er eh keine Küche hat und kaum in der Wohnung ist, kann die Abrechnung ja nicht so hoch sein
Die Küche ist weg weil der Typ für großen Wasserschaden in der Küche gesorgt hat und diese dann komplett entsorgt werden musste. Die Kaution verlangt er natürlich auch noch weil "wir das Geld ja von der Versicherung zurück bekommen hätte" Nur haben wir keine Versicherung für die Wohnung die uns irgendein imaginäres Geld hätte zukommen lassen können.
Mein rechtliches Dilemma:
Ein Mieter darf ja grundsätzlich mit einem Guthaben aufrechnen. Da ihm aber nur 1.000 € zustehen, rechtfertigt das bei weitem keinen vollständigen Einbehalt von zwei Monatsmieten.
Meine Fragen an euch:
Fristlose Kündigung: Er ist jetzt mit zwei vollen Mieten im Rückstand. Greift hier § 543 BGB für eine fristlose Kündigung, obwohl er sich (fälschlicherweise) auf ein Zurückbehaltungsrecht beruft?
Umgang mit dem Guthaben: Sollte ich ihm die unstrittigen 1.000 € sofort überweisen, um sein Zurückbehaltungsrecht formal zu Fall zu bringen?
Wie gehe ich strategisch vor? Erst abmahnen und aufklären oder direkt den Anwalt mit der Räumungsklage/Kündigung beauftragen?
Danke für eure Einschätzungen!
Text wurde mit KI verbessert