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Warum benutzen wir mtf und ftm?

Ich würde gerne eure Meinung zu einer Sache hören die mich schon von Anfang an gestört hatte: Warum benutzt Menschen eigentlich die Begriffe "mtf" und "ftm"?

Für mich implizieren diese Bezeichnungen nämlich, dass transsexuelle Menschen ursprünglich das eine Geschlecht waren und jetzt zum anderen werden. Das finde ich irreführend. Es klingt, als hätte es einen echten Wechsel gegeben, als wäre da vorher ein Mann gewesen, der sich hinterher in eine Frau verwandelt hat. Aber genau das ist doch nicht passiert. Ich war nie ein Mann. Ich war immer eine Frau, nur mit einem körperlichen Zustand, der nicht zu mir gepasst hat.

Auch die Ausdrücke "transsex" oder "transgender" stellen uns meiner Meinung nach als eine Art Gestaltwandler dar. Das Präfix "trans" bedeutet zwar eigentlich "jenseits von" oder "auf der anderen Seite", aber im Alltag wird es oft mit "Übergang", "Transition" oder sogar "Verwandlung" gleichgesetzt. Genau dieses Bild vom Gestaltwandler, jemand, der seine Identität wechselt, ist in den Köpfen vieler Menschen fest verankert. Dabei geht es doch gar nicht um einen Identitätswechsel, sondern darum, einen körperlichen Zustand zu korrigieren.

Ich persönlich bin deshalb bei den Formulierungen "somatische Geschlechtsinkongruenz" oder "neurologischer Intersex" hängen geblieben. Sie beschreiben aus meiner Sicht viel genauer, was eigentlich passiert: Es geht nicht um ein "von-zu", sondern um eine Fehlbildung des Körpers. Konkret bedeutet das: Eine Frau, deren Körper bestimmte Fehlbildungen aufweist (wie etwa eine falsch ausgebildete Brust, Keimdrüsen oder äußere Geschlechtsmerkmale), und die diese Fehlbildungen behandeln lässt, um als Frau ohne diese Fehlbildungen leben zu können. Die Begriffe "Mann zu Frau" oder "transgender" würden ja voraussetzen, dass ich vorher ein Mann war, das war ich jedoch nie.

Und genau dieses falsche Verständnis von Transidentität als Identitätswechsel hat meiner Überzeugung nach erst die Entwicklung hin zu den sogenannten "Tucute"-Bewegungen und zu den "Transtrendern" ermöglicht. Wer glaubt, dass Geschlechtsidentität etwas ist, das man wechseln kann oder dass schon der gefühlte Wunsch, etwas anderes zu sein, ausreicht, der öffnet Tür und Tor für Menschen, die keine somatische Geschlechtsinkongruenz haben, sich aber trotzdem als trans bezeichnen. Die Folge ist die Forderung nach Entpathologisierung, wie sie im ICD-11 umgesetzt wurde: Die Diagnose wird zur reinen Identitätsbeschreibung ohne medizinische Notwendigkeit. Aus meiner Sicht ist das ein schwerer Fehler, denn er verkennt, dass wir mit einer echten, behandlungsbedürftigen körperlichen Fehlbildung kämpfen und nicht mit einer Lifestyle-Entscheidung oder einem modischen Label.

Mich würde interessieren, ob ihr diese Begriffe bewusst verwendet, weil ihr den Wechselgedanken befürwortet? Oder habt ihr einfach keine besseren Worte gefunden? Und wie seht ihr den Zusammenhang zwischen der Sprache von "mtf/ftm" und der Entpathologisierung im ICD-11?

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u/TrueTrans-sexual — 21 hours ago
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Generationsproblem

Habe gerade in einem anderen Forum gelesen wie eine jüngere queere Person sich davon gestört gefühlt hat, dass eine ältere trans Frau sie angeblich angestarrt hätte und dass die immer so starren würden weil sie neidisch sind auf jüngere angeblich. Ich bin selber älter und ich passe sehr gut. Ich kenne es eigentlich genau umgekehrt dass die ganzen GenZ Tucutes einen anstarren weil sie Obsessed mit trans Frauen sind. Fakt ist, dass viele jüngere trans Personen den Schuss nicht gehört haben und denken, ältere trans Frauen würden alle nicht passen. Nur sie hätten die ganzen Tricks auf Reddit gelesen. Das bestätigt mich einfach wieder darin, dass es eigentlich gar keine community gibt jedenfalls nur eine sehr sehr kleine von wirklichen Transfrauen und der Rest ist irgendwie so komische queerposer

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u/Flowersofpain — 1 day ago
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So, das thema kam in anderen threads hier immer wieder auf also scheinbar bin ich nicht allein.

Aufgrund dessen was in gewissen anderen subs passiert wenn irgendwer sagt ein chirurg oder eine methode ist besser schlechter als andere und es leider daher auch unmöglich ist dort sinnvolle informationen herauszuziehen...

Nun hier ein thread zum diskutieren von MtF SRS optionen der tatsächlich hoffentlich mal sinnvoll und ehrlich wissen vermittelt.

was mich häufig stört sind die aussagen einiger die einfach immer wieder kommen und mmn hier daher vorab schonmal erwähnt werden sollten:

' oh ja ich werde auch so feucht' wenn irgendjemand fragt ob denn pi auch feucht wird oder selbstreinigung und dann kommt natürlich auch immer raus ja eigentlich nicht nur aus der harnröhre eben nicht im kanal... eben nicht das was man bei cis frauen meint.

und die 'wow sieht so super aus' konnetare auf dem trans surgeries sub selbst wenn der titel 'i was botched how can i fix this' ist.... was sind das für leute die bei manchen unfällen meinen wow sieht super aus...

natürlich also die frage, was stimmt wirklich...

in ca 7-12% verwandelt sich bei pi die haut tatsächlich in den richtigen typ. könnte also theoretisch 'feucht werden' wie man es eigentlich meint

mit ähnlicher rate kann das wohl auch bei darm passieren führt da aber wohl manchmal zu problemen. idk immer wenn irgendwer etwas von geruch oder problemen mit darm redet wir das als anti trans propaganda abgetan. also ist das problem vermutlich auf trans subs underreported. und ob das nur enddarm oder auch der neuerdings modische jejunum betrifft... wer weiss.

das ganze macht es natürlich super schwierig zu beurteilen was jetzt gut ist was nicht.

nun wir haben mmn 8 aspekte die man bewerten kann

1a ästetik im sinne von sieht gut aus bei geschlossenen labien

1b bei offenen labien

2 ästetik im sinne von sieht cis typisch aus bei geschlossenen labien

2b bei offenen labien

3 feuchtigkeit im kanal

4 feuchtigkeit bei erregung

5 selbstreinigungsfähigkeit

6 fähigkeit normale flora zu halten

7 gefühl

8 tiefe

für mich ist 1 und 2 ziemlich das wichtigste und dann vermutlich 5 6 7 3 4

was ich an online infos dazu finde wären meine chirurgenkandidaten aktuell:

suporn clink /dr bamk (non-PI mit hodenhaut+ tunica (verwendet er harnröhre oder schmeisst den rest weg,unklar)

littleton (jejunum)

therapong PPT

littletons optik scheint viel zufall dabei zu sein und er verwendet darm was nicht ideal ist da flora damit unmöglich aber feuchtigkeit. mit ppt ist das wohl besser dafür eben feuchtigkeit nicht unbedingt.

Heß macht neuerdings auch PPT aber ergebnisse online... gibts nicht viel was super aussieht tbh. lubus ist die einzige klinik mit vielen ergebnisen online in deutschland und da ist von super bis schlecht alles dabei. selection bias? wer weiss. bei deutschen allgemein schwierig da viele dank pleite sein nur ärzte die die GKV bezahlt wählen können. darum gehts hier aber nicht sondern was man mit genug geld sinnvoll wählen kann.

komplikationsfreie und funktional wie optisch gute ergebnisse sind ja nicht gerade der regelfall von dem man höhrt.

wenn ich ein 100% cis äquivalentes ergebnis haben könnte stünde ich sofort in der schlange.

stattdessen muss ich in einem see von halbinfos werbung und hugboxern versuchen zu raten wer am verlässlichsten die besten ergebnisse hinbekommt. Alle haben fans was subjektive einschätzung noch schwieriger macht. Ist Bank das beste? wer weiss aber es gehen auch leute mit genug geld lieber woanders hin... einen 'kosmetik' aufschlag wollen manche in deutschland auch noch und repräsentative ergebnisse wer weiss schon was werbung ist oder der 50. account eines unzufriedenen.

wie entscheidet ihr euch oder was könnt ihr dazu beisteuern?

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u/frangene — 13 days ago
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Ich muss mir das gerade mal von der Seele schreiben. Ich bin auf meinem Weg (MtF) und suche eigentlich nur nach echten Kontakten, Austausch und vielleicht einer Freundschaft in der Nähe. Aber was ich erlebe, ist oft frustrierend: Leute schlagen von sich aus Treffen vor, verschieben sie mehrfach und am Ende kommt die Ausrede, man sei ja nur eine „Internet-Person“.

​Hinter jedem Profil sitzt ein echter Mensch mit Gefühlen, Plänen und Respekt. Ich finde es traurig, wenn Empathie nur so lange existiert, wie es in den eigenen Zeitplan passt. Geht es nur mir so, oder ist echte Verbindlichkeit in der Community (oder generell online) mittlerweile Mangelware? Ich für meinen Teil stehe zu meinem Wort – egal ob online oder offline. Wer das genauso sieht, darf sich gerne melden.

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u/RanmaDieWalkuere — 12 days ago
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Hey Leute,

ich hatte ja meine gaop bei morath vor ca 7 Wochen. Alles verheilt ganz gut, es gab keine großen Probleme.
Meine Neovagina sieht jetzt schon echt top aus und ich bin meeega happy jetzt.

Aber ich bin auch horny af. Heute hab ich zum ersten Mal mastubiert und hatte (glaube) 3 Orgasmen, aber sie waren anders als pre-OP.
Weniger intensiv und nicht so explosiv BÄM BAM HÖHEPUNKT BÄÄÄM BAM freude, sondern eher so schleichend und dann kleines Glücksgefühl und innere Ruhe.
Der erste war der beste, die anderen beiden waren eher so der Versuch von mir das pre-OP-Gefühl zu erreichen, weil ichs nicht anders kenne. War aber auch nett :) Irgendwann war ich dann auch durch, überreizt und das war auch voll ok so. Wehgetan hat nix.

Jetzt die Frage: Wird der Orgasmus wieder so wie pre-OP (BÄM) oder bleibt das eher so soft und unterschwellig?

Im Vaginaltunnel selbst spüre ich nur selten sexy Gefühle, zuletzt als ich von Dehnstab 1 auf 2 gewechselt bin (freue mich schon auf 3). Kommt da auch noch was oder bleibt das so?

Und wie würdet ihr mir den sexuellen Einstieg empfehlen? Ich bin bisexuell. Erstmal mit Oralsex anfangen? Kann ich mich später aufdehnen und dann auch direkt nen großen Penis nehmen oder sollte ich erstmal bei kleineren bleiben bis ich mehr verheilt bin. (geht hauptsächlich um Dicke/Breite)

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u/InitialJournalist700 — 6 days ago
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Hallo zusammen 👋

Wir suchen derzeit nach Teilnehmer*innen für unsere Studie im Rahmen unserer Bachelorarbeiten!

In der Studie geht es um den Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden junger, queerer Erwachsener und Tätigkeit im Queer-Aktivismus 🌈

Die Teilnahme dauert lediglich 15-20 min und ist vollständig anonym ✨

Die Teilnahme-Voraussetzungen:

• Du identifizierst dich selber als queer
• Du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt
• Du verfügst über gute Deutschkenntnisse

Wichtig: Du musst nicht Aktivist*in sein um an dieser Studie teilzunehmen 😄

Hier geht es zur Studie: https://sosci.univie.ac.at/queerer-aktivismus/

Wir würden uns sehr über eure Teilnahme freuen 🫶🏳️‍🌈​​

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u/-goga- — 7 days ago