Hallo zusammen,
wir stehen aktuell vor einer etwas besonderen Situation und ich würde gerne eure Einschätzung hören. Vielleicht habt ihr eine Idee oder Empfehlung, wie wir am besten vorgehen sollten.
Wir haben eine gebrauchte Immobilie gekauft, auf der bereits eine PV-Anlage installiert ist. Diese ist allerdings rund 20 Jahre alt und bringt maximal ca. 3 kWp. Einen Speicher gibt es aktuell nicht.
Mittelfristig möchten wir ein E-Auto anschaffen. Außerdem steht perspektivisch auch das Thema Wärmepumpe im Raum. Daher war mein ursprünglicher Wunsch, die PV-Anlage zu erneuern und direkt zukunftsfähig aufzustellen – idealerweise mit Speicher, Wallbox und perspektivisch auch bidirektionalem Laden, um beim Thema Strom und Energie gut aufgestellt zu sein.
Nun hat uns unser Energieberater darauf hingewiesen, dass das Dach bereits relativ alt ist. Bevor wir also in eine neue PV-Anlage investieren, sollten wir überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, zunächst das Dach zu erneuern. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wir in zehn Jahren die komplette PV-Anlage wieder abbauen müssten, falls dann doch eine Dachsanierung ansteht. Das würde das Projekt natürlich deutlich größer und teurer machen als ursprünglich gedacht – und auch den Zeitplan für PV-Anlage und E-Auto, das wir eigentlich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten realisieren wollten, nach hinten verschieben.
Ich habe mich deshalb gefragt, ob eine Zwischenlösung sinnvoll sein könnte. Zum Beispiel eine kleine Balkon-PV-Anlage mit vier Modulen und Akku, die wir gut auf der Garage platzieren könnten. Solche Systeme liegen ja grob bei rund 1.000 Euro und hätten mit ca. 2.000 Wp schon fast so viel Leistung wie unsere alte PV-Anlage auf dem Dach.
Die Frage ist nur: Macht so eine Investition überhaupt Sinn, wenn wir in vielleicht zwei Jahren ohnehin eine große PV-Anlage planen? Oder wäre es besser, direkt in einen modernen Speicher zu investieren, der später auch in die große PV-Anlage integriert werden kann? Andererseits müsste dafür vermutlich wieder ein Elektriker kommen, eventuell ein Smart Meter eingebaut werden usw., was direkt wieder höhere Anfangskosten bedeutet.
Als Referenz wurde uns gesagt, dass auf unser Dach später vermutlich eine neue PV-Anlage mit etwa 10 bis 15 kWp passen würde. Aktuell verbrauchen wir auch nicht den ganzen produzierten Strom wenn er erzeugt wird, was einen Speicher sinnvoll macht.
Ich bin aktuell etwas ratlos, welcher Weg am sinnvollsten ist:
erst Dach, dann große PV-Anlage?
Übergangsweise Balkon-PV mit Akku?
Oder schon jetzt in Speichertechnik investieren, die später weitergenutzt werden kann?
Habt ihr Ideen, worauf wir achten sollten? Welche Impulse würdet ihr mir mitgeben, um die Gedanken in die richtige Richtung zu sortieren?
Danke euch schon mal für die Impulse