Wechsel während Probezeit....
Hallo zusammen,
aktuell bin ich in einer Berliner Senatsverwaltung (unbefristet, TV-L 10) angestellt und befinde mich dort noch in der Probezeit. Eigentlich klingt „unbefristet“ super, aber die Realität vor Ort sieht leider düster aus: In den letzten Monaten haben bereits 4 erfahrene Leute das Team verlassen, und mein Gruppenleiter signalisiert auch schon, dass er sich nach etwas Neuem umschaut. Für mich ist es natürlich suboptimal keinen so wirklichen Mentor gibt bzw keine Ahnung habe ob ich meine Sachen ordentlich mache, eine Einarbeitung gibts phasenweise wenn der einzig erfahrene Sachbearbeiter da ist. Homeoffice gibt es nur auf Antrag für zwei Tage.
Jetzt habe ich eine Zusage von einer Bundesoberbehörde vorliegen (war im Reservepool). Die Eckdaten: TVöD Bund 9c plus Ministerialzulage (finanziell also fast identisch), allerdings erst einmal auf ein Jahr befristet mit dem Ziel der Entfristung. Es gibt 4 Tage Homeoffice und man hat mir fest zugesagt, mich richtig an die Hand zu nehmen und einzuarbeiten. Der gesamte Prozess (Personalrat, Unterlagen etc.) wird wohl noch etwa 4 bis 6 Wochen dauern.
Ein wesentlicher Grund für meinen Wechsel ist den „Stallgeruch“ des Bundes kennenzulernen. Man hört ja immer wieder, dass man als Interner beim Bund ganz andere Karrierechancen hat und die Auswahl an spannenden Stellen innerhalb der Bundesverwaltung riesig ist, sobald man erst mal einen Fuß in der Tür hat. Ist da eurer Erfahrung nach was dran? Lohnt es sich, das Risiko der Befristung einzugehen, um sich langfristig das Netzwerk und die internen Wechselmöglichkeiten auf Bundesebene zu erschließen?
Meine größte Sorge ist jetzt der flüssige Übergang. Da ich noch in der Probezeit bin, ist die Kündigungsfrist zwar kurz, aber ich möchte den Absprung so sauber wie möglich gestalten. Wann ist der richtige Zeitpunkt, die Kündigung einzureichen? Ich tendiere dazu dass die Zeit dann extrem knapp wird, um alles ordentlich zu übergeben.