Vom M365-Verfechter zum Aussteiger – jemand auf dem gleichen Weg
Kurz zu mir: Die letzten 5 Jahre als M365 Workplace Admin, davon die letzten 2 Jahre in der Selbstständigkeit. Ich habe alles gegeben, um auch kleine Kunden in Richtung Microsoft 365 zu bewegen, weil es einfach war. OneDrive, Teams, SharePoint, Conditional Access, Intune, einmal sauber aufgesetzt und Ruhe. Habe es auch privat konsequent vorgelebt, weil ich das, was ich empfehle, selbst leben wollte.
Die Selbstständigkeit alleine hat finanziell nicht gereicht, deswegen bin ich seit kurzem wieder als IT System Engineer im Enterprise-Umfeld unterwegs. Soweit so gut. Aber privat habe ich gerade einfach die Nase voll. Keine Lust mehr auf den Lock-in, keine Lust mehr darauf, dass meine Daten irgendwo liegen wo ich nicht hinschauen kann, keine Lust mehr auf Lizenzpolitik und Preisrunden.
Also habe ich vor ein paar Tagen angefangen, mein Homelab wieder aufzubauen. Proxmox-Server steht, die alte DS923+ ist wieder im Einsatz. Bisher laufen AdGuard Home, Nginx Proxy Manager, Home Assistant, CheckMK, Uptime Kuma und Paperless-NGX. Backups gehen verschlüsselt auf eine Hetzner Storage Box.
Der Plan für die nächsten Wochen: Mailflow auf eigene Domain bei Mailbox.org, KeePassXC-Datenbanken über Synology Drive synchron halten, Authentik als zentrale SSO-Lösung, und ein VPN für den Zugriff von unterwegs ist gesetzt.
Wer ist den Weg schon gegangen oder geht ihn gerade? Was hat sich bei euch nach dem Ausstieg aus M365 privat bewährt, wo seid ihr auf die Nase gefallen? Und gibt es etwas, das ich gerade übersehe und später schmerzhaft wird?