u/Stalinnommnomm
An der Realität vorbei: Leitantrag zum DGB-Bundeskongress verkennt Bedeutung der Militarisierung und gibt keine Antwort auf Herausforderungen gewerkschaftlicher Gegenmacht
jungewelt.deSPD Kandidatin ist empört und verwundert das Leute den Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nicht mögen.
Mal vom realen Fakt, dass die SPD Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden ließ, abgesehen, möchte die dreiste Sozialfaschistin im Video auch nicht eingestehen, dass die SPD am Aufstieg des Faschismus schuld hat.
Die SPD hatte kein Interesse an einem ernsthaften Kampf gegen den Faschismus in der Endphase der Weimarer Republik, etwas, das sich an ihrer Politik gegenüber der anderen, immer größer werdenden Arbeiterpartei ablesen lässt:
>“Weder ließ die SPD-Führung erkennen, daß sie die im Frühjahr 1932 von Seiten der KPD-Spitze gezeigte Kompromissbereitschaft zur Kenntnis genommen hatte und auszunutzen gedachte, noch ging sie auf die konkreten Vorschläge der KPD-Führung zu punktueller Zusammenarbeit ein: Das Angebot der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg der KPD vom 16. Juni 1932 an den Bezirksvorstand der SPD und die Berliner Führung von ADGB und Reichsbanner, eine gemeinsame Demonstration gegen Faschismus und Papen-Regierung durchzuführen, wurde als „unehrliches Einheitsfrontmanöver" abgetan; das Einheitsfrontangebot des ZK der KPD vom 20. Juli 1932 an die Führung von SPD und ADGB anläßlich des Papen-Putsches mit dem Vorschlag eines Generalstreiks wurde ignoriert und die antikommunistische Polemik zur gleichen Zeit besonders heftig fortgesetzt. Und nachdem noch im Januar 1933 der „grundsätzliche Kampf gegen die kommunistische Führung, das Ringen um den kommunistischen Arbeiter" als eine Hauptzielsetzung sozialdemokratischer Politik bezeichnet und wenige Tage vor der „Machtergreifung" im Vorwärts" erklärt worden war, daß es „mit der Leitung der KPD und deren System... keine Einheitsfront (gäbe)", wurde auch das Einheitsfrontangebot der KPD-Führung vom 30. Januar 1933 mit Selbstverständlichkeit übergangen. [...] Zweifellos hat die Politik der SPD-Führung gerade in den letzten Jahren der Weimarer Republik objektiv wesentlich mit dazu beigetragen, den Aufstieg des Faschismus in Deutschland und seine schließliche Machteroberung zu ermöglichen.”
– Bärbel Hebel-Kunze: SPD und Faschismus, S. 53, 56