Erfahrungen / Einschätzung zur Eingewöhnung & Gruppensituation (Bayern Kita)
Hallo zusammen,
ich würde gerne eure Einschätzung zu unserer aktuellen Eingewöhnungssituation hören, da ich mir etwas unsicher bin, ob das noch im normalen Rahmen ist oder ob die Rahmenbedingungen die Eingewöhnung deutlich erschweren.
Ich bin Mutter von zwei Kindern, und aktuell ist eines davon (3,5 Jahre) in der Eingewöhnung in einer neuen Kita-Gruppe (wir sind umgezogen und die Oma übernimmt die Eingewöhnung von meinem 2. Kind)
Mein Kind ist eher sensibel und beobachtend. Es kommt aus einer kleineren Krippengruppe (2–4 Jahre, ca. 14 Kinder) und ist nun in eine deutlich größere Gruppe gewechselt (ca. 21 Kinder, Alter bis ca. 6,5 Jahre).
Die Eingewöhnung läuft seit etwa 6 Tagen.
Zur aktuellen Situation:
Die Bezugserzieherin ist grundsätzlich für die Eingewöhnung zuständig
Allerdings hat sie eine neue Kollegin im Team, die ebenfalls eingearbeitet wird, wodurch sie während der Eingewöhnung häufig unterbrochen wird oder kurzfristig weg muss
Zusätzlich ist die Gruppe generell sehr lebhaft mit vielen älteren und sehr aktiven Kindern, was mein Kind eher überfordert und vorsichtig macht
Es gab auch Tage mit zusätzlichem Vertretungspersonal, wodurch insgesamt wenig Kontinuität für mein Kind entsteht
Die Gruppe gilt innerhalb der Einrichtung eher als „problematische Gruppe“, da es in der Vergangenheit viele Personalwechsel gab und dadurch wohl häufiger Unruhe im Alltag entstanden ist
Mein Eindruck ist, dass mein Kind dadurch Schwierigkeiten hat, eine stabile Beziehung zur Bezugserzieherin aufzubauen, weil diese im Alltag oft nicht durchgehend verfügbar ist.
Es gibt bereits erste kleine positive Kontakte und Momente, in denen mein Kind sich öffnet, aber insgesamt ist es noch sehr vorsichtig und stark an mir orientiert.
Ich merke zusätzlich, dass ich als Arbeitnehmerin auch nur begrenzt Urlaub nehmen kann und langsam anfange, mir Sorgen zu machen, wie sich die Eingewöhnung zeitlich entwickeln wird.
Ich bin unsicher, wie viel davon noch „normale Eingewöhnung“ ist und wie viel durch die Rahmenbedingungen (häufige Unterbrechungen der Bezugserzieherin, Personalwechsel, große altersgemischte Gruppe) beeinflusst wird.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann das pädagogisch einschätzen?
Wie stark sollte die Kontinuität der Bezugserzieherin eurer Meinung nach in der Eingewöhnung tatsächlich gewährleistet sein?
Danke euch für eure Einschätzungen