u/MrsBeast6969

Hallo,

ich stecke gerade in einer ziemlich absurden Situation mit dem Jobcenter und wollte mal fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen hat oder weiß, wie man am besten vorgeht.

Kurz zu mir:
Ich beziehe Bürgergeld und arbeite gleichzeitig. Das Problem ist, dass ich für meinen Job zwingend ein Auto brauche, weil es keine zumutbare Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt.

Jetzt ist mein Auto aktuell nicht fahrbereit (TÜV abgelaufen + notwendige Reparaturen). Ich habe die Rechnungen/Kostenvoranschläge beim Jobcenter eingereicht – wurde aber alles abgelehnt.

Abgelehnt wurden:

  • Reparaturkosten + TÜV
  • Kfz-Versicherung
  • Stellplatz (den ich brauche, um das Auto überhaupt abstellen zu können)

Ohne das Auto kann ich meinen Job faktisch nicht ausüben.

Gleichzeitig fordert das Jobcenter ca. 300€ zurück bzw. rechnet mir das an, weil ich das von meiner Oma als Geburtstagsgeschenk bekommen habe.

Für mich ergibt das null Sinn:
Einerseits werden notwendige Kosten, um überhaupt arbeiten zu können, nicht übernommen – andererseits wird mir Geld abgezogen.

Real habe ich aktuell sogar ein Defizit von deutlich über 300€.

Zusätzlich kommt noch dazu:
Ich habe eine Nachzahlung von ca. 450€ für Strom und Wasser bekommen. Die basiert aber auf einem viel zu niedrig angesetzten Verbrauch vom Vormieter (keine Waschmaschine, oft nicht da). Meine tatsächlichen Kosten sind einfach höher.

Ich habe inzwischen Klage beim Sozialgericht eingereicht.

Meine Fragen:

  • Hatte jemand schon mal so einen Fall mit Auto + Jobcenter?
  • Wie stehen die Chancen bei sowas vor Gericht?
  • Sollte ich zusätzlich einen Eilantrag stellen?
  • Gibt es irgendwas, was ich unbedingt noch beachten oder nachreichen sollte?

Bin für jeden Tipp dankbar

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u/MrsBeast6969 — 8 days ago

Mal ganz ehrlich: Wundert ihr euch ernsthaft darüber, dass Menschen im öffentlichen Dienst oft mit so viel Frust, Hass oder zumindest Unverständnis konfrontiert werden?

Ich meine – aus Sicht vieler Außenstehender wirkt es halt oft so: lange Bearbeitungszeiten, wenig Erreichbarkeit, starre Strukturen und gefühlt null Konsequenzen, wenn etwas nicht läuft. Gleichzeitig hört man dann von sicheren Jobs, ordentlich Urlaub und vergleichsweise wenig Druck, gute Pensionen.

Klar, ich weiß auch, dass das nicht die ganze Wahrheit ist und es ein paar wenige Leute gibt, die sich echt den Arsch aufreißen. Aber das Bild nach außen ist halt oft ein anderes – und genau das sorgt für diesen Frust.

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u/MrsBeast6969 — 10 days ago