Finanzamt hat meinen Änderungsantrag abgelehnt, Einspruch sinnvoll?
Ich habe meine Einkommensteuererklärung 2024 Anfang Januar 2025 abgegeben. Dabei habe ich versehentlich Kapitalerträge nicht angegeben, weil mir die Jahressteuerbescheinigung meiner Bank zu dem Zeitpunkt noch nicht vorlag. Die kam erst Ende März 2025.
Ich habe dann einen Änderungsantrag gestellt, um die zu viel gezahlte Steuer zurückzubekommen. Das Finanzamt hat abgelehnt mit der Begründung, die Bescheinigung sei kurz vor Erlass des Bescheids bei mir eingegangen, ich hätte also noch reagieren können, was grobes Verschulden nach § 173 AO darstelle.
Zwischen Eingang der Bescheinigung und Bescheiderlass lagen aber nur etwa zwei Wochen. Ich konnte ja nicht wissen, dass der Bescheid gerade in Bearbeitung ist.
Hat jemand Erfahrung mit sowas? Lohnt sich der Einspruch oder ist das aussichtslos?