Lohnt sich aktuell noch eine PV-Anlage? Angebot ca. 29k € für 17,29 kWp + 13,12 kWh Speicher
Hallo zusammen,
ich bin ziemlicher Laie beim Thema Photovoltaik und stehe gerade vor einer größeren Investitionsentscheidung. Es geht um eine PV-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus in Erlangen. Investitionssumme laut Angebot: 29.500 €.
Die Frage ist für mich ganz grundsätzlich: Lohnt sich so eine Anlage aktuell überhaupt noch wirtschaftlich, auch in Bezug aktuellere Politik.
Daten aus dem Angebot:
- PV-Anlage: 17,29 kWp
- Module: 38 Stück MAXEON/SunPower Performance 7
- Leistung je Modul: 455 Wp
- Wirkungsgrad laut Angebot: 22,2 %
- Garantie: 30 Jahre Produkt-/Leistungsgarantie
- Ausrichtung: Süd, 180°
- Dachneigung: 50°
- Standort: Erlangen
- geschätzter Jahresertrag laut Simulation: ca. 19,6 MWh/Jahr
- Wechselrichter: SMA, passend zur Anlagengröße
- Speicher: SMA Home Storage mit 13,12 kWh Nettokapazität
- Speicherpreis im Angebot: 7.490 € inkl. Lieferung und Montage
- Notstrompaket: Inselbetrieb / Schwarzstartfähigkeit, dreiphasiger Notstrom bis 20 A
- Zählerschrank bei Bedarf: 1.900 €
- 3 Zwischenzähler: 750 €
- Elektroarbeiten: 790 €
- Baustelleneinrichtung/Gerüst: 690 €
- Premiumservice/Anmeldung/Doku: 229 €
Hauskonstellation:
Es handelt sich nicht um ein klassisches Einfamilienhaus, sondern um ein Mehrfamilienhaus bzw. vermietetes Objekt. Es gibt drei Nutzer/Parteien im Haus. Ein Teil des Stroms kann selbst genutzt werden, ein Teil ginge vermutlich ins Netz. Zusätzlich ist eine Wärmepumpe ein relevantes Thema bzw. perspektivisch ein großer Verbraucher. Genau deshalb ist für mich die Frage spannend, wie viel Eigenverbrauch realistisch ist.
Mir ist klar, dass die Wirtschaftlichkeit stark davon abhängt, wer den Strom wirklich verbraucht:
- eigener Verbrauch im Haus
- Allgemeinstrom
- mögliche Nutzung durch Wärmepumpe
- eventuell Mieter/WG-Zimmer, falls das sinnvoll und rechtlich/abrechnungstechnisch sauber gelöst wird
- Rest Einspeisung
Meine Fragen an euch:
- Ist der Preis von ca. 29.400 € für 17,29 kWp inkl. 13,12 kWh Speicher aktuell fair, teuer oder okay?
- Ist der Speicher in dieser Größe wirtschaftlich sinnvoll oder eher Luxus/Autarkie-Spielzeug?
- Wie würdet ihr bei einem Mehrfamilienhaus den Eigenverbrauch realistisch einschätzen?
- Macht die Kombination mit Wärmepumpe die Anlage deutlich sinnvoller?
- Würdet ihr bei dem Angebot zuschlagen, nachverhandeln, Speicher kleiner/größer wählen oder lieber erstmal nur PV ohne Speicher bauen?
- Gibt es bei Mieterstrom/interner Abrechnung/Zwischenzählern typische Fallstricke, die man vorher unbedingt klären sollte?
- Worauf sollte ich beim Angebot technisch achten? Also Wechselrichtergröße, Speicheranbindung, Notstrom, Zählerschrank, Netzbetreiberkosten usw.
Rechnet sich das bei den Daten ungefähr, oder kaufe ich mir hier für knapp 30.000 € vor allem ein gutes Gefühl aufs Dach?