
Die Festung voller Licht
Die Welt da draußen hat sich wieder mal verbaut.
Die Bilder flimmern wild, und alle reden laut.
Man hört auf unsrer Straße so manch hitzig Wort,
sie schimpfen auf die Preise und auf jeden fernen Ort.
Man hängt am Draht von Leuten, die man gar nicht mag,
wer weiß denn heute noch, was bringt der nächste Tag?
Doch ich hab mir gedacht, so kann's nicht weitergeh'n,
wir müssen endlich wieder auf den eignen Füßen steh'n.
Drum Schluss mit dieser Ohnmacht und dem ganzen lauten Streit,
wir machen unser schönes Haus für jeden Sturm bereit!
Es fordert gar nicht viel, das ist doch längst bekannt,
wir nehmen unser Leben wieder selbst fest in die Hand!
Draußen bangt man um das Gas, doch wir erheben unser Glas!
Weil die helle Sonne strahlt, und die Zeche ist bezahlt.
Ja, wir gehen unsern Weg, bauen uns den sichren Steg,
in der Festung voller Licht – trübe Zeiten gibt es nicht!
Der Nachbar nebenan, der zahlt schon wieder mehr,
sein alter Ofen schnauft, und seine Tasche, die wird leer.
Ich wink voll Mitleid rüber, beim kühlen Gläschen Wein,
es könnte doch für alle Welt so herrlich einfach sein.
Drum Schluss mit all den Sorgen in unsrem eignen Heim,
die allerschönste Wärme, die erzeugen wir allein!
Wir schützen unsre Liebsten, geborgen vor der Tür,
denn dieses kleine Stückchen Welt, das hüten einzig wir!
Draußen bangt man um das Gas, doch wir erheben unser Glas!
Weil die helle Sonne strahlt, und die Zeche ist bezahlt.
Ja, wir gehen unsern Weg, bauen uns den sichren Steg,
in der Festung voller Licht – trübe Zeiten gibt es nicht!
Ein Vater hält vom eignen Haus den wilden Sturmwind fern,
denn alles, was uns wichtig ist, bewahren wir so gern.
Die Luft, die unsre Kinder atmen, bleibt für immer rein und frei,
die eigne Kraft aus unsrer Heimat hilft zum Glück dabei!
Draußen bangt man um das Gas, doch wir erheben unser Glas!
Weil die helle Sonne strahlt, und die Zeche ist bezahlt.
Ja, wir gehen unsern Weg, bauen uns den sichren Steg,
in der Festung voller Licht – trübe Zeiten gibt es nicht!
So bleibt die Welt im Lot. Zumindest unsre kleine Welt.
Eine Festung voller Licht – trübe Zeiten gibt es nicht!