Moin,
ich realisiere jetzt erst, wie gut ich eigentlich in mündlichen Prüfungen war.
Ich habe in der Ausbildung meine schriftlichen und meine mündliche Prüfung jeweils bei unserer IHK abgelegt. Natürlich habe ich mich "gut" vorbereitet. Bei der schriftlichen Prüfung war ich super entspannt und habe die Prüfungstage eher genossen. Habe denen damals in diesen Prüfungsheften alles vorgerechnet und immer einen ewig langen Text hingehauen... Ergebnis in allen 3 Prüfungen immer knapp über den magischen 50 Punkten. Also 53, 57 und 65 Punkte xD
In der mündlichen Prüfung war ich super nervös und angespannt. Es hat mich alles verrückt gemacht. Das Warten, die anderen Prüfer im Wartesaal, die Mitarbeiter, die ständig an einem vorbeigelaufen sind...
Meine Aufgabe konnte ich mir aus 2 Beispielfällen aussuchen. Eine davon aus meinem "Lieblingsbereich". Also ab in die Vorbereitung noch letzte Notizen gemacht und gehofft, dass es auch hier für die 50 Punkte reicht und alter Schwede habe ich denen einen Vortrag gehalten. Von den erlaubten 20 Minuten habe ich ganze 18 Minuten einen top Monolog gehalten. Dann Fragen beantwortet und Ende vom Lied waren 88/100 Punkte. Damals natürlich entsprechend happy gewesen.
Selbiges im Studium, hier hatte einen durchschnittlichen Schnitt. Bei der Bachelorarbeit 2,3 auf den schriftlichen Teil bekommen mit der Kritik, hier und da etwas unsauber, inhaltlicher Fokus hätte besser sein können. Und im Kolloquium wieder einen super Vortrag gehalten, Fachfragen gut beantwortet und die Diskussion habe ich schön gestaltet: Mündlicher Teil 1,7
Fragt mich nicht wieso aber ich hätte gesagt, schriftlich fühl ich mich immer wohler und es liegt mir mehr aber meine Ergebnisse sagen was komplett anderes. Gerade, weil ich von mir behaupten würde, dass ich mich eher zurückhalte und introvertierter bin.
Ich bilde mir auf diese Ergebnisse nichts ein, auch wenn ich extrem stolz auf mich und meine Abschlüsse bin. Wollte das einfach mal erzählen. Vielleicht gehts ja einigen von den Leuten hier ähnlich oder ganz anders