Deutsche Gesundheitsfunktionärin Sabine Maur tritt zurück – wohl aufgrund transfeindlicher Kampagne
Guten Abend,
nach meinem längeren Text über Jens Spahns „Queerness“ und den Sinn und Unsinn von Schlagzeilen möchte ich heute etwas mit Euch teilen, das anscheinend völlig untergegangen ist und trotzdem Berücksichtigung finden sollte:
>Sabine Maur, Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer tritt von ihren Ämtern zurück.
https://www.lpk-rlp.de/news/detail/sabine-maur-legt-amt-als-praesidentin-der-lpk-rlp-nieder.html
https://dgti.org/2026/03/23/sabine-maur-tritt-zurueck/
https://www.queer.de/detail.php?article_id=57332
Ihr Vergehen war, offen ausgesprochen zu haben, dass sie als Therapeutin nicht-binären Personen rät, zu lügen und sich als binär trans auszugeben, um medizinisch notwendige Leistungen für binäre trans Personen zu erhalten.
Wir wissen alle, dass es ein offenes Geheimnis ist, dass nicht-binäre Personen lügen (müssen), um von der Krankenkasse medizinisch notwendige Behandlungen erstattet zu bekommen. Das gilt umso mehr nach dem BSG-Urteil von Oktober 2023.
Jeder, der sich ein wenig mit der Geschichte von trans Personen auseinandergesetzt hat, weiß auch, dass wir immer wieder lügen mussten, um in bestimmte Raster zu passen und so die Erlaubnis zu erhalten, so zu leben, wie wir es möchten.
Nichts an den Aussagen Sabine Maurs war skandalös. Und trotzdem muss nun eine der führenden Unterstützerinnen von trans Menschen im deutschen Gesundheitswesen ihren Posten räumen.