Asoziale Chefs in einem Fast-Food-Restaurant.
Vor geraumer Zeit musste ich notgedrungen in einem Fast-Food-Restaurant arbeiten. Zum Glück habe ich ein kleines Vermögen angespart und wurde eingebürgert, daher bin ich auf solche Jobs nicht mehr angewiesen.
Ab und zu erinnere ich mich an diese Beschäftigung und bin heilfroh, dort nicht mehr zu arbeiten. Hier sind meine "Kirschen auf der Torte" aus dieser stressigen Zeit:
Kranke Mitarbeiter wurden aufgefordert zur Arbeit zu erscheinen. Nach einer Krankmeldung wurden viele Schichten gelöscht, um die Lohnfortzahlung nicht vollständig zu gewähren.
Vorgesetzte sind sehr kleinlich was die richtige Arbeitsweise betrifft. Problem ist, dass jeder was anderes sagt. Wie soll ich dann richtig arbeiten, wenn es keine einheitliche Vorgehensweise gibt?
Man wurde vor den Gästen angeschnauzt, falls eine Aufgabe zu lange dauerte.
- Ein Gast macht eine riesige Bestellung und stellt viele Fragen? Ich bin schuld daran!
- Jemand bestellt im Wert von 60-80 Euro, und dadurch entsteht ein "Stau"? Ich bin schuld daran!
- Wir sind unterbesetzt und ich schaffe das doppelte Arbeitspensum nicht wirklich gut? Natürlich bin ich schuld daran!
Einmal wurde ich vom Schichtleiter körperlich an eine andere Station geschubst, da ich angeblich zu langsam war. Am Samstag Abend war der Laden rappelvoll, und ich habe Aufgaben von zwei Mitarbeitern erledigt, wie stellt er sich das vor, wie soll man alleine dieses Pensum schaffen?
- Von Vorgesetzten hat man regelmäßig dumme Sprüche und unsachliche Kritik gehört. Als ich mich einmal verbal zur Wehr gesetzt habe, wurde mir gedroht mich nach Hause zu schicken.
Über diesen Saftladen kann man noch Vieles schreiben.. Leider war mein Visum an den Arbeitgeber gebunden, und mir blieb nichts Anderes übrig als dort zu bleiben.
Zwei Wochen nach der Erteilung der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis, die auch unbegrenzte Arbeitserlaubnis beinhaltet, habe ich Kündigung eingereicht. Das war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben 🙂