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Update: Tipps um mit dem Abschied von meinem Hund besser umzugehen?
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Update: Tipps um mit dem Abschied von meinem Hund besser umzugehen?

(Bild von gestern Abend)

Ich hätte morgen einen Termin gehabt um ihn gehen zu lassen.

Aber er ist heute Nacht eingeschlafen. Meine Schwestern sind spontan extra angereist, eine aus der UK, und sie waren gestern noch da und konnten den Tag mit ihm verbringen.

Ich hab ihm gestern in der früh ein Stück Breze gegeben (sein Lieblingssnack. Er hat immer wenn ich vom Einkaufen wieder kam versucht die Tüte mit den Brezeln zu stibizen)

Er hat wenig gegessen und getrunken war aber fitter als die Tage davor und hat von uns frisch gekochtes Huhn und Unmengen an Leckerli bekommen. Ich hatte gestern so Sorge die Entscheidung morgen zu treffen weil ich nicht mit ihm darüber sprechen kann was er möchte.

Ich habe gestern Abend noch meinen Kopf auf seine Brust gelegt, seinem Herzschlag gelauscht und geweint. Ich hab ihm gesagt wie unglaublich dankbar und stolz ich bin, wie sehr ich ihn liebe und ihm gesagt das er gehen darf. Ihm gesagt das es okay ist das er gehen muss. Ihn gebeten das er mit der Hündin meines Expartners spielen soll, welche vor 2 Jahren gegangen ist. Sie war ihm gegenüber immer sehr skeptisch aber hat sich an ihrem Ende immer mehr ihm angenähert und ich hoffe das sie jetzt tatsächlich Freunde werden können.

Er hat sich neben mein Bett auf den Teppich gelegt und ich hab ihn mit meiner Kuschel-Jacke zu gedeckt, wie ich's auch schon die letzten Tage immer gemacht habe. Ich hab ihm wie jeden Abend eine Gute Nacht gewünscht und gesagt das ich ihn unendlich liebe.

Ich bin sehr früh aufgewacht und hab noch sein schnarchen gehört und hab weiter geschlafen. Als ich dann wieder um 5:40 Uhr aufgewacht bin wusste ich das er gestorben ist, meine Wohnung war so ruhig, es roch anders und sie hat sich so unendlich kalt und anders angefühlt. Er lag 1m von meinem Bett entfernt, vor seinem Häuschen auf der Seite auf dem Platz auf dem ich ihn fast jeden Morgen vorfinde er sah aus als würde er schlafen.

Ich hab ihn in den Arm genommen, ihn gehalten und gestreichelt.

Ihm gesagt das es mir leid tut das ich nicht wach war als er gegangen ist. Ich hab mich angezogen und bin mit ihm in seiner decke eingewickelt ein allerletztes mal ein bisschen spazieren gegangen.

Ich habe seine Pfoten nochmal ordentlich freigeschnitten und werde jetzt noch mehr Pfoten und Nasenabdrücke machen.

Ich bin so unendlich dankbar das er mir die Entscheidung abgenommen hat. Das ich ihn all das noch sagen durfte was wichtig war. So dankbar das er hier bei mir sterben durfte an dem Ort den er am besten kennt. Ich bin so unendlich dankbar das er nicht aussieht als hätte er in seinen letzten Momenten extrem gelitten. Ich bin so unendlich dankbar das er so so lange noch durchgehalten hat und ich mit ihm die besten 1 1/2 Jahre noch verbringen durfte. Ich bin so dankbar das er gehen durfte.

Es fühlt sich an als wäre mir mein Herz aus der Brust gerissen worden. Ein Teil von mir gestorben. Mir meine Luft zum atmen genommen worden. Es tut so weh zu wissen das der Weg und die Zeit mit ihm jetzt vorbei ist. Ich habe Grad die ganze Zeit das Gefühl sein Atmen, schnorcheln, Niesen oder laufen zu hören und muss mich immer wieder dran erinnern das es nicht real ist. Er ist der Grund das ich noch am Leben bin und er bleibt der Grund warum ich weiter leben werde. Aber ich bin auch erleichtert das er jetzt nicht mehr leiden muss und froh das er bei mir Zuhause gehen durfte.

Danke für die ganzen Kommentare unter meinem vorherigen Post.

Es tut mir leid wenn dieser Beitrag irgendwie komisch, zu wirr oder zu lang ist. Ich wollte das gerade einfach nur aufschreiben und teilen. Vielleicht ist da ja jemand der sich dadurch weniger alleine fühlt in deren Schmerz.

u/Gr33n_house — 3 days ago
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Tipps um mit dem Abschied von meinem Hund besser umzugehen?

Mein 13 jähriger Hund hat mit seiner lymphatischen Leukämie und seinen ganzen Gesundheitlichen Problemen jetzt noch 1 1/2 Jahren fit, stabil und lebensfroh durchgehalten, viel viel länger und stabiler als alle Tierärzt*innen erwartet haben. er wurde von mehreren Tierärztinnen als "Wunderhund" bezeichnet weil sie das noch nie erlebt haben.

Jetzt ist er aber an dem Punkt wo ich mich, bzw wir uns voneinander, verabschieden müssen, da sich Metastasen in der Lunge gebildet haben und sein Körper nicht mehr mit macht. In 4 Tagen haben wir einen Termin beim Tierarzt an dem ich ihn gehen lassen werde. 

Ich bin so stolz auf ihn und so froh das ich die letzten 1 1/2 Jahre noch mit ihm verbringen durfte. Noch mit ihm rennen, toben, spielen, kuscheln und trainieren durfte. Ihn pflegen und begleiten durfte.

Ich habe bereits ein Krematorium rausgesucht. Habe Pfoten Abdrücke gemacht und plane seit einem Jahr auch ein Gedenk-Kuscheltier von ihm zu nähen, leider ist das noch nicht fertig.

Ich bin gerade total überfordert und es macht mir solche Angst weil er mich seit ich 11 war begleitet hat. Durch schreckliche Zeiten und Situationen, meine Depressionen, meine Essstörung, meine Traumata. Ich verdanke mein Leben diesem kleinen liebevollen Lebewesen. Es ist nicht das erste Haustier von mir was verstirbt aber er hat mich am längsten von allen begleitet.

Und es tut so so weh zu wissen das ich in einer Woche nicht mehr nach Hause kommen und von ihm freudig in Empfang genommen werde, nie wieder seiner schnarchen hören werde und nie wieder seinen Geruch riechen werde.

Alle die schon ihren Hund, oder andere Haustiere, über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten, was hat euch am meisten geholfen davor, danach und währenddessen?

Was könnte ich ihm noch gutes Tun?

u/Gr33n_house — 6 days ago