Gedankenspirale zum Stillen
Ich brauche ein wenig Rat oder eure Erfahrungen oder auch einfach nur einen Ort zum Schreiben. Bitte entschuldigt, wenn der Text etwas chaotisch wird, ich bin hundemüde.
Mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt und wurde von Anfang an voll gestillt. Es hat sofort super funktioniert und war halt einfach sehr praktisch.
Mit Beikoststart wurde es etwas weniger, aber nicht viel. Ich mag die Verbindung, ich mag das Intuitive daran. Es fühlt sich richtig an.
Nach seinem ersten Geburtstag hat sich etwas geändert. Er hat angefangen, die Milch förmlich einzufordern, zieht an meinem Shirt und quengelt. Auch das ist in Ordnung für mich, ich übe mich darin ihm zu erklären, dass es zwar seine Milch, aber meine Brüste sind und ich nicht so ausgepackt werden will. Zugegebenerweise mangelt es mir dabei allerdings etwas an Konsequenz.
Seit gefühlt zwei Monaten kommen die Backenzähne und seit dem will er nur noch trinken. Essen hat davor super geklappt, jetzt oft nur noch einmal am Tag vernünftig (hab gelesen, dass das aber ok ist??) und er ist ein richtiges Milchmonster geworden. Wenn wir zuhause sind will er nur an die Brust, unterwegs etwas weniger.
Die Nächte sind heftig geworden, er wacht alle 1,5-3 Stunden auf und will trinken, teilweise Dauernuckeln. Alles Entwicklungen seit seinem ersten Geburtstag, davor hat das auch anders geklappt.
Ich weiß nicht so wirklich, was ich machen will. Ich will nicht komplett abstillen, aber nachts kann ich nicht mehr. Ich war schonmal drei Nächte bei meiner Schwägerin und hab den Papa übernehmen lassen. Das hat auch ohne Milch geklappt, danach hat er sogar zwei Nächte durchgeschlafen. Bin ich aber verfügbar, geht ohne Milch nichts.
Langsam stören mich auch die Blicke der Menschen, wenn ich in der Öffentlichkeit stille und die Kommentare aus der Generation meiner Eltern („Wie lange willst du das denn noch machen?“). Ich gebe eigentlich wenig auf sowas, aber ein bisschen stresst es mich trotzdem. Mein Sohn ist sehr groß und er sieht eher wie ein 2-2,5 jähriges Kind aus.
Ich weiß nicht, was ich machen soll/will. Ich hab das Gefühl, dass er es noch braucht und so wirklich verabschieden will ich mich auch noch nicht davon. Aber so wie es ist, tut es mir auch nicht gut.
Habt ihr irgendwelche Ratschläge? Geht/Ging es euch mal ähnlich? Ich freue mich über jeglichen Austausch 🫶🏼