Hallo zusammen,
ich bin B.A Sozialarbeiter und arbeite nun seit mehreren Jahren vorwiegend in der Jugendhilfe (lange Zeit SPFH, Projektarbeit, beratend) und merke immer mehr dass meine Tage in diesem Bereich gezählt sind. Ich halte es mir derzeit noch offen ob ich nicht sogar die komplette Sozialarbeit verlasse. Gründe sind vielfältig. Ich fühle mich häufig nicht sonderlich gefordert und ich mache in meinem Alltag auch Dinge für die ich sicherlich kein Studium gebraucht hätte. Das soll überhaupt nicht abgehoben klingen. Auch in anderen Bereichen machen Leute Dinge für die sie überqualifiziert sind. Kaum jmd befasst sich 8h täglich mit der Relativitätstheorie. Aber ich habe das Gefühl dass die Aufgaben die mich weder fordern noch wahnsinnig interessieren einfach quantitativ zu viel ausmachen also eine kritische Schwelle überschreiten. Gleichzeitig ist die SA auf einer anderen Ebene sehr fordernd und zwar emotional. Gerade Dinge die ich tagtäglich in der SPFG mitkriege kann man nicht nicht mit nach Hause nehmen. Diese Mixtur macht es mir sehr schwierig die Fantasie aufrechtzuerhalten das bis zu meiner Rente zu machen. Wie gesagt andere Faktoren kommen hinzu von häufigem Termin Ausfällen dementsprechend auch Leerlauf, fehlende professionalisierung Vers. Bereich der SA und und und. Die erste Frage die ich mir stelle: Hat bzw hatte noch jmd ähnliche Gedanken ? Und wie geht ihr damit um? Und dann natürlich gibt es Leute die es gewagt haben nochmal was anders zu machen und wenn ja was ?
Ich suche hin und wieder nach Chancen umzusteigen tatsächlich habe ich aber das Gefühl dass unser BA nicht viel Möglichkeiten bereit hält. Dem ganzen harten Cut ganz raus und einen Ausbildung will ich eigentlich nicht machen. Ich bin durchaus offen für Quereinsteiger-Tätigkeiten und unkonventionelle Wege.
Danke euch schon mal