13,5 kWp DIY-PV auf Garagendach geplant – lohnt sich das so?
Als stiller Mitleser dieses Subs habe ich im Frühjahr bereits ein 2 kW BKW auf dem Gartenhaus meiner Eltern mit Trapezdach installiert. Montiert mit K2 MiniRails, dazu ein Marstek Jupiter C+ – und was soll ich sagen: läuft top und hat selbst mir als BWLer unfassbar Spaß gemacht. Alles in Eigenleistung umgesetzt.
Jetzt steht das nächste Projekt an:
Das freie Garagendach meiner Eltern zwischen unserem Haus und dem Nachbarhaus. Durchgehend Trapezblech. Ich bekomme dort 30x Jolywood 450 W Module drauf, also ca. 13,5 kWp. Laut Einschätzung stellt die zusätzliche Last für das Dach kein Problem dar.
Geplant ist:
30x Jolywood 450 W
K2 MiniRails
GoodWe GW12K-ET-20 Hybridwechselrichter
Volleinspeisung
Montage komplett in Eigenleistung
Anmeldung/Zähleranschluss durch Elektriker im Bekanntenkreis
Warum Volleinspeisung?
Meine Eltern sind durch das bestehende BKW tagsüber bereits relativ gut abgedeckt. Ein großer Speicher lohnt aktuell aus meiner Sicht noch nicht, da auch noch kein E-Auto vorhanden ist. Die Leitungen für Wallboxen liegen aber bereits in den Garagen, daher könnte später problemlos auf Teileinspeisung/Eigenverbrauch umgestellt werden.
Kosten:
Material grob ca. 3.700 €
Elektriker + Anmeldung ca. 500–800 €
Insgesamt rechne ich mit ca. 4.500–4.800 € inklusive Puffer
Das Dach hat allerdings eine minimale Nordneigung. Aufständerung hatte ich überlegt, aber immer wieder gelesen, dass „mehr Module flach“ oft besser sind als weniger Module perfekt aufgeständert – gerade bei heutigen Modulpreisen. Die Module kosten mich nur rund 62 € pro Stück, daher würde ich mir die Zusatzkosten und Windlast durch Aufständerung gerne sparen.
Verschattung:
Morgens verschattet unser Haus die Anlage aktuell bis etwa 10:30 Uhr
Ab ca. 16:30 Uhr fängt das Nachbarhaus an, einzelne Reihen zu verschatten
Also definitiv nicht perfekt, aber die Hauptzeit mittags wäre weitgehend frei.
Mir ist bewusst:
Bei negativen Börsenpreisen gibt es keine Vergütung
Die Zeit wird dafür hinten an die 20 Jahre EEG-Vergütung angehängt
Ein Norddach ist natürlich nicht ideal
Mein Gedanke ist aber:
Bei den aktuellen Materialkosten und viel Eigenleistung müsste sich das Ganze trotzdem solide rechnen. Zusätzlich will ich das Projekt möglichst noch dieses Jahr umsetzen, falls sich an der Einspeisevergütung künftig etwas verschlechtert.
Jetzt meine Frage an euch:
Habt ihr irgendwo offensichtliche Denkfehler drin? Würdet ihr trotz leichter Nordneigung und Verschattung sagen „machen“, oder übersehe ich etwas Entscheidendes?