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„Anwohnerparken“ wird großteils missbraucht und gehört reformiert

Ein ganz normaler Frühlingstag in einer ganz normalen Großstadt. Fläche ist knapp und für rund 20€/m2 im Geschosswohnungsbau zu haben.

In der Innenstadt haben deswegen über zwei Drittel der Einwohner kein Auto. Alle bezahlen über ihre Steuern die rund 350€/Jahr Instandhaltung und Winterdienst pro Parkplatz. Wer ein Auto braucht, kann sich für 80€/Jahr einen Anwohnerparkausweis besorgen. Für die fehlenden 270€ bis zum Selbstkostenpreis kommt einfach die Allgemeinheit auf, die gratis Lärm, Schmutz und alle 1,5 Wochen einen Verkehrstoten bekommt. Dass die Allgemeinheit sogar fett draufzahlt sieht man daran, dass private Stellplätze auch für 1500€/Jahr vermietet werden.

Soweit der sinnlos etablierte Standard. Neuerdings beobachte ich aber folgendes noch dazu: Anwohnerparken unterliegt keiner Höhen- oder Längenbeschränkung und incentiviert auch nicht die Nutzung des Fahrzeugs. Mit erwartbaren Folgen. In einer Nachbarstraße sind regelmäßig mehr als die Hälfte der Fahrzeuge Wohnmobile, geschäftlich genutzte Sprinter, 13m-Anhänger-Gespanne und ähnliches für die Innenstadt-Allgemeinheit unerlässliche und täglich genutzte Mobile. Einige davon haben sich an Ostern das erste Mal dieses Jahr bewegt.

Meine Vorschläge:

- Anwohnerparken nur für Fahrzeuge bis 5m

- Anwohnerparken nur für Privatpersonen und nicht als Parkplatz für Sprinter-Gewerbeflotten

- Anwohnerparken zum selben Preis wie ein D-Ticket

u/External_Calendar_30 — 15 hours ago