u/Eric_GBP95

▲ 25 r/zocken

Das Entwicklungs-Modell von Paradox schreckt ab

Ich muss hier leider mal meinen Frust über Paradox und deren Entwicklungspolitik loswerden. Generell finde ich die Spiele sehr spaßig und Age of Wonders 4 ist eines der Spiele mit der meisten Playing Time in meiner Steam Bibliothek.

Die größte Kritik, die Paradox immer wieder abbekommt, ist das Preismodell neuer DLC's und dass diese teilweise eine ziemlich schlechte Qualität haben. Bei Crusader Kings 3 gab es letztes Jahr einige Beispiele, was das angeht (z.B. das Krönungs-DLC).

Was in der Diskussion meiner Meinung dann immer untergeht, sind die Free Patches, die dann meistens mitgeliefert werden. Die verändern gewisse Mechaniken teilweise grundlegend und zwingen den Spieler, das Spiel immer wieder von neuem zu lernen.

Das krasseste Beispiel hierfür ist wahrscheinlich Stellaris und das Bevölkerungssystem darin. Erst hatte man eine Art Schachbrett zur Bevölkerungsverwaltung, dann ging es über zu einer Art von Slotsystem gemäß der Planeten und Gebäude die man gebaut hat und dann wurde es in 2025 nochmal geändert. Die Änderungen wurden zwar deswegen gemacht, weil die alten Systeme im Endgame das Spiel unfassbar langsam gemacht haben weil jeder Pop einzeln simuliert wurde, aber trotzdem, es ist ein grundlegendes System, was wieder neu gelernt werden muss.

Ich finde dass grundlegende und regelmäßige Änderungen an Mechaniken in solchen Spielen, die ohnehin schon mega komplex sind, es für Gelegenheitsspieler sehr unattraktiv macht, wieder in ein Spiel einzusteigen. Klar, wenn man beispielsweise nur Stellaris spielt freut man sich, wenn man in regelmäßigen Abständen neue Inhalte bekommt und die Mechaniken angepasst werden, aber wenn man auch andere Sachen zockt und nach 2 Jahren mal wieder eine Runde spielen will, ist die Fülle an Änderungen von Kernmechaniken echt abschreckend.

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u/Eric_GBP95 — 6 days ago