u/EntertainerOwn885

▲ 6 r/Eltern

Kind hat zu Hause kaum Frusttoleranz, im Kindergarten geht es plötzlich?

Unser Sohn ist drei. Hatte eigentlich immer schon eine sehr niedrige Frusttoleranz. Duploturm fällt um? Massiver Nervenzusammenbruch. Patzt sich an? Geschrei. Irgendwas klappt nicht auf Anhieb? Zeug wird durch die Gegend gepfeffert. Kind ist auch ansonsten sehr körperlich und gefühlsstark. Hat sich immer extrem reingesteigert, als Baby immer gezittert nach Wutattacken und immer rauch einen körperlichen Release gesucht (Dinge werfen, hauen, mit dem Kopf gegen den Boden, die Wand...). Daran arbeiten wir natürlich und es ist jetzt schon viel besser.

Umso erstaunter war ich, als wir vor ein paar Tagen einen Schnuppertag im Kindergarten hatten. Als es mit dem freien Spielen los ging hat Kind sich einfach an verschieden Tische gesetzt und losgespielt. Nicht mit Autos oder irgendwelchen einfachen Dingen: Nein es wurden mit Engelsgeduld Schaumstoffteile zusammengesteckt, Türme gebaut, wenn etwas nicht klappte wurde kein Drama gemacht. Die Erzieher und Betreuer haben auch ganz große Augen gemacht und auch mehrmals erwähnt wie brav der Kleine da spielt und nachgefragt ob er auch zu Hause so geduldig ist...

Ich weiß schon, dass Kinder in einem Safe-Space wie zu Hause, anders drauf sind. Aber dieser Unterschied war schon sehr krass, kenne ich auch aus Playdates und anderen Situationen bei denen ich als Mutter dabei, so nicht. Ich war auch beim Schnuppern immer dabei und habe erst nach und nach versucht mich ein wenig rauszunehmen.

Ich frage mich nun, wie ich es schaffe, dass die extremen Reaktionen zu Hause auch weniger werden. Die Frusttoleranz scheint ja da zu sein...

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u/EntertainerOwn885 — 1 day ago