Für mein Kind (w, 3) ist die Kita Situation schon immer sehr schwierig. Letztes Jahr im August hatten wir eine gescheiterte Eingewöhnung (weil festhalten als sie zu mir wollte an Tag 2, brüllen lassen etc, mit daraus resultierenden Trauma), wechselten mit Hilfe des Jugendamtes die Einrichtung.
Seit Dezember sind wir in einer neuen Einrichtung und zunächst war der Bindungsaufbau und die Eingewöhnung selbst wirklich toll. Die Leitung hatte Verständnis und die Bezugserzieherin ist bis jetzt unser Fels in der Brandung. Es wurde sich viel Zeit gelassen, die Trennungen kleinschrittig und es wurde sehr auf das befinden unserer Tochter geachtet, wurde es Zuviel, sind wir einen Schritt zurück (kam aber selten vor). Mitte März war es dann soweit, dass ich das erste Mal nach Hause fahren konnte, da waren wir bei 2,5 Std. Anfang April habe ich wieder begonnen zu arbeiten, sodass wir es bis dahin von 8-12 ausgeweitet haben. Das ging ein paar Tage gut, allerdings emotionaler, weil sie mit meiner Arbeit irgendwie wieder mehr Angst hatte, dass ich nicht mehr wiederkomme.
Dann waren eine Woche Ferien und danach der supergau: Kind weinte so heftig und erbrach nach dem abgeben, weil sie so panisch wurde. Ich muss dazu sagen: die Bezugserzieherin war an dem Tag noch nicht da und mein Kind noch leicht verschnupft. Bis die geliebte Erzieherin kam, weinte sie aber bereits so heftig, dass ein beruhigen scheinbar nicht mehr möglich war. Ich hab sie abgeholt und ab diesem Zeitpunkt war sie nicht mehr alleine in der Kita, weil sie sofort in den Panik Modus verfällt, bald auch würgt und erbricht. Zuhause zeigte sie sich wieder auffällig (seit keine Trennung in der Kita mehr erfolgt wieder besser, zuhause bleibt sie auch bei Papa oder oma), wie damals Rückzug, sehr anhänglich, schlecht schlafen und essen, ich konnte wieder kaum alleine aufs Klo oder aus dem Raum.
Die Bezugserzieherin war sehr bemüht, die Leitung wollte dass wir sie erbrechen lassen „bis sie sich dran gewöhnt dass sie da bleiben muss“. Es wäre ihre Masche um nach Hause zu dürfen. Da klingelten bei mir ALLE Alarmglocken. Ich hab das verweigert, dann wurde mir die Frist gesetzt, ich müsste nach 10 Minuten die Kita verlassen - ohne Kind. Begründung: sie sei ja bereits eingewöhnt. Da wir eh u7a hatten, hab ich das beim Kinderarzt angesprochen inkl. Langem Gespräch über mein Kind. Fazit: Kinderarzt rät dringend zu begleiteter Eingewöhnung bis sich die Situation stabilisiert und empfahl Abklärung bzgl. Hochsensibilität, Hochbegabung oder Asperger Autismus. Ich habe mit einer bekannten Heilpädagogin und einer Psychologin gesprochen, die beide die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, weil die Argumentation der Kita so schwachsinnig sei.
Also Gespräch mit der Leitung. Das ergab, dass ich 2 Stunden am Tag begleiten darf. So weit, so gut. Außerdem bekamen wir eine Sozialarbeiterin empfohlen, die extern angestellt und neutral ist. Im Gespräch mit dieser erfuhr ich, dass die 2 Stunden Beisein aber keinerlei agieren der Erzieher beinhaltet… diese sollen uns „ignorieren“. Sozialarbeiterin riet mir das Gespräch mit der Erzieherin zu suchen. Gesagt getan, diese fand das Vorgehen ebenso schwachsinnig. Es hilft nicht, sondern ist kontraproduktiv. Mein Kind verliert noch mehr das Vertrauen, klammert zumindest in den Innenräumen extrem, draußen geht es. Aber der Erzieherin sind die Hände gebunden, wegen der Leitung .
Ich brauche dringend Hilfe von der Sozialarbeiterin, alleine lässt sich die Situation schwierig lösen… Aber die hat grad Urlaub.
Ich fühl mich grad so allein gelassen und unter Druck gesetzt… mein Kind hat offensichtlich ein Problem, das sich aber akut nicht so leicht lösen lässt - weil die Kita mauert. Termine im SPZ oder beim Psychologen dauern. Ich arbeite aktuell mittags, wenigste Stunden, während Papa und Oma aufpassen, mein Mann setzt dafür seinen Job aufs Spiel, weil er nebenbei arbeiten muss. Er fängt extra früher an, damit die Überschneidung möglichst kurz ist. Es ist eine Dauerbelastung für uns alle. Und mein Kind merkt das natürlich.. sie ist sehr feinfühlig für Situationen und dass sie in der Kita weitestgehend ignoriert wird, fällt ihr natürlich auf. Die Bezugserzieherin kann sich aber auch nur bedingt aus dem Fenster lehnen und um sie kümmern, sonst kriegt sie selbst Probleme. Es ist so eine festgefahrene Situation.. und ehrlicherweise hab ich Angst vor einem erneuten Gespräch mit der Leitung - wer weiß, was als nächstes kommt.