
Was ich an Zohran Mamdani spannend finde: Er hat im Wahlkampf nicht einfach irgendwelche linken Buzzwords gesagt um Stimmen zu sammeln und danach alles vergessen. Viele seiner zentralen Versprechen hat er tatsächlich angegriffen, obwohl alle meinten das wäre „unrealistisch“.
Er hat über Mieten gesprochen weil Menschen sich New York nicht mehr leisten können. Über Öffis weil Arbeit und Alltag ohne Auto funktionieren müssen. Über Kinderbetreuung weil Familien daran kaputtgehen. Und über Superreiche und Konzerne die jahrzehntelang immer mehr bekommen haben während normale Leute immer weniger haben.
Und das Interessante ist: Genau damit hat er gewonnen.
Die politische Mitte sagt oft progressive Politik sei zu radikal oder würde Menschen abschrecken. Aber Mamdani zeigt gerade eher das Gegenteil. Leute verlieren nicht wegen „zu linker“ Politik das Vertrauen, sondern weil Politiker dauernd Dinge versprechen die sie nie umsetzen wollen.
Natürlich wird er von konservativen Medien und reichen Lobbygruppen massiv angegriffen. Aber allein dass ein offen demokratischer Sozialist in New York so erfolgreich wurde zeigt wie sehr sich die Stimmung verändert hat.
Viele tun immer so als wäre sozialere Politik unmöglich. In Wahrheit fehlt oft einfach der politische Wille.
Was denkt ihr? Könnte so eine Politik auch in Europa oder Österreich funktionieren?
https://kontrast.at/zohran-mamdani-100-tage-im-amt/
https://kurier.at/politik/ausland/zohran-mamdani-new-york-usa-sozialist/403151025
https://jacobin.de/artikel/zohran-mamdani-mieten-verbraucherschutz-demokratie