u/DirectorDry2534

🔥 Hot ▲ 322 r/luftablassen

Man wird von klein auf auf Motonormativität konditioniert und vom Auto abhängig gemacht und die, die es kritisieren sind die blöden

Je mehr ich drüber nachdenke, desto verrückter finde ich das. Alles wird auf das Auto abgestimmt, Leute werden regelrecht vom Auto abhängig gemacht, die Autolobby hat völlige Narrenfreiheit und deswegen kommt man ohne Auto kaum noch aus. Und die, die es schaffen, sind die "komischen" in dieser Welt. Wenn man mit ü20 noch kein Auto hat, wird man oft komisch angeschaut. Autos haben so unendlich viele Nachteile die einfach VÖLLIG ausgeklammert werden, jede Kritik wird mit "ja aber es geht halt nicht anders" abgeschmettert. Die vielen Unfälle, die 24/7 Lärmbelästigung (die nachweislich auch krank macht), Abgase, die vollgestellten Straßen, die vielen vielen Flächen die statt Menschen und Natur einfach nur ne Betonwüste sind und und und. Alles egal, geht ja nunmal nicht anders.

Warum gehts nicht anders? Weil es so gewollt ist und Alternativen bestenfalls stiefmütterlich behandelt werden oder schlimmstenfalls sabotiert werden. Kritisiert es jemand? Kaum. Weil man es halt einfach nicht anders kennt und nicht viel anders wahrnimmt als alles andere womit man einfach von klein auf mit aufgewachsen ist. Und wie wir alle wissen ist es verdammt schwer jahrzehntelange Angewohnheiten/Ansichten nochmal aktiv und kritisch zu hinterfragen. Und deswegen finde ich das auch so furchtbar traurig und, mit Blick auf die Autolobby, ärgerlich. Und im Gegensatz zu ähnlichen Problemen wie Zucker, Rauchen oder Alkohol ist man in dem Fall nichtmal in der Position einfach zu sagen "da mache ich halt einfach nicht (mehr) mit". Man wird ja, je nach Lebenssituation, fast schon dazu genötigt ein Auto zu besitzen und diesen Mist mitzumachen.

reddit.com
u/DirectorDry2534 — 14 hours ago