u/Dependent_Stock3460

Ich studiere gerade Biotechnologie im Bachelor 2. Semester, aber habe immer mehr das Gefühl nicht in den MINT-Weg hineinzugehören. Für mich persönlich ist er sehr systematisch und insbesondere stark rational zweckbasiert. Es ist zwar auch eine spannende und faszinierende Welt, aber sehr oft fehlt mir der Teil, der einen wirklich etwas irrational fühlen lässt? Die Vorlesungen finde ich zwar spannend, aber in der Weise wie man eine Dokumentation spannend findet, und mit der allgemeine Lebenswelt und den Leuten meiner technischen Uni konnte ich mich irgendwie nicht hundertprozentig identifizieren.

Ich fühle mich nicht so am richtigen Ort, vor allem wenn ich mit Kommilitonen bin, bei denen man richtig merkt, dass das Feld und Studium sie auch persönlich begeistert und motiviert. Die Laborarbeit gefällt mir auch nicht wirklich, und ich sehe bei mir auch nicht den Antrieb, selbstständig intensiv zu forschen.

Ich habe gemerkt, dass ich von meinen Interessen und meiner Art zu leben viel mehr sinnesbasiert und visuell geprägt bin. Meine Interessen gern eher in die Richtung Kunst, Musik, Mode und Filme, also alles eher was einem irrational Glück gibt.

In letzter Zeit beschäftige ich mich auch intensiver mit Design als Feld. Gerade Designing Design von Kenya Hara, ein japanischer Designer und Creative Director von MUJI. Seine Arbeit und besonders Philosophie und Sichtweise aufs Leben als Designer bewegt mich deutlich mehr als meine Laborpraktikas.

Als Künstler sehe ich mich aber auch nicht. In meiner Schulzeit wollte ich Kunst und dann Film Regie machen, hab mich da auch ausprobiert aber gemerkt dass der kreative Drang etwas von nichts aus zu kreieren mir fehlt. Ich konsumier da viel lieber.

Bin gerade auch zwischen den Möglichkeiten mein Studium abzubrechen, was auch irgendwie Angst macht oder es erstmal zu beenden und danach versuchen Design oder etwas anderes zu integrieren. Ideal wäre es natürlich wirklich die beiden Welten kombinieren zu können.

War irgendwann in einer ähnlichen Lage ? Habe das Gefühl dieser Zwiespalt zwischen Kunst und Wissenschaft ist nicht so selten.

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u/Dependent_Stock3460 — 17 days ago
▲ 1 r/Design

I am currently a bachelor’s student in biotechnology, but I’m starting to feel like I don’t fully fit into this MINT career path. For me, it is incredibly systematic and purpose and theory driven, which is interesting, but sometimes it lacks the part of life that makes you feel things. I enjoy the lectures, but more like a documentary, and I despise lab work. I also don’t see in myself the drive to research something on my own.

I’ve noticed that, in my interests and way of living, I am a much more sense driven and visual person. I like fashion films and art, anything that makes you feel something in a way that is not purely rational or goal oriented.

I am currently thinking about design as a field and reading Designing Design by Kenya Hara, whose philosophical way of looking at life and work I love and moves me. I am trying things out on my own like exploring design as an activity, researching biodesign, doing amateur drawing, and thinking much more about the look, identity, effect, and purpose of the things around me.

I’m wondering if anyone else has been in a similar situation and found their way. I feel really in between drastically dropping my bachelor’s and changing to something else, or finishing it and trying to do something with it while pursuing design later as an interdisciplinary combination.

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u/Dependent_Stock3460 — 17 days ago