Hilfe, Anfechtung Abschlussarbeit; Hohe Rechtsanwaltskosten (das ganze ist schon passiert)
Es geht hier nicht um mich sondern um meine Frau, trotzdem in der Ich Version geschrieben.
Entschuldigt gleich mal die Wall of Text habe nur die Whatsapp kopiert.
Sie wäre um jeden Tipp dankbar bzw wie man sich weiter verhalten soll und ob das ganze überhaupt gerechtfertigt ist.
Wir sind zwar Österreicher aber die Uni war in DE wie auch der Anwalt.
Aufgrund meiner negativen Klausurbewertung (einer Note "5") die meines Erachtens nicht gerechtfertigt war, hatte ich damals versucht die Klausurbewertung erstmal direkt mit der Universität zu klären.
Es waren tatsächlich drei Punkte die mir gefehlt hatten. Ich hatte bei 5 Punkten das Gefühl sie hatten nicht fair benotet, ich bat um Neubewertung dieser, schließlich ging es um meinen kompletten Universitätsabschluss, da diese Klausur meine letzte war, selbst die Bachelorarbeit hatte ich geschafft und hinter mir.
Einen der Drei Punkte wurde mir dann auch gutgeschrieben. Fehlten noch zwei Punkte.
Ich holte mir einen Anwalt der scheinbar auf dem Gebiet (Universität/Klausur/Studium-Rechte) angesiedelt ist. Er sah gute Chancen und gab grob eine Übersicht über die Kosten, ich unterzeichnete den "Vertrag".
Erster Schritt war die außergerichtliche Einigung. Diese wurde abgelehnt seitens der Universität. Kosten knapp 1700 euro. Ich ging den zweiten Schritt, ich sah mich ja im Recht. Gerichtliche Einigung. Es wurde die Klage eingereicht mit seitenlanger Begründung. Die Gegenseite argumentierte ebenso, wie stellten dagegen. Nun lag es am Gericht. Kostenpunkt knapp 3000 euro. 1 1/2 Jahre später endlich die Antwort. Die Klage wurde zurückgewiesen. Einer der Gründe war, dass das Gericht sich gar nicht in der Lage sieht die einstige Beurteilung seitens der Universität neu zu begründen. Die Universität hätte einen Bewertungsspielraum. Dass das Gericht hierbei kein Entscheidungsorgan ist, ist oder soll jedoch bekannt sein (?) Es kann lediglich unkorrekte, rechnerische Fehler entscheiden bzw aufzeigen.
Ich stell mir da schon einmal die Frage, ob mich da nicht mein Anwalt hätte hinweisen müssen.
Nun kam eine ZWISCHENrechnung wohlgemerkt von über 4000 euro. Mich hat es fast vom Sessel gehoben. Dass eine Abschlussrechnung kommen könnte wusste ich aber was wurde bitte in der Zeit wo wir warten mussten groß gemacht. Die meiste Arbeit mit 7 Stunden war eine erneute Klagebegründung.
Wozu wurde diese gemacht?
Hierzu mussten erneut die alten Unterlagen durchgesehen werden (Recherche usw.). Dann ist der Stundensatz von 450 euro wie im Vertrag steht plötzlich auf 480 euro gehoben worden. In der Zwischenzeit stimmt weder der Firmenname (Anwaltskanzlei wurde umbenannt) noch die Adresse so wie im Vertrag eigentlich steht.
Darüber wurde ich nicht informiert. Mit der Dame mit der ich immer korrespondiert habe existiert auch nicht mehr. Anschließend frage ich mich, ob man mir nicht hätte sagen müssen, und zwar im Vorhinein, dass nun weitere Kosten auf mich zukommen werden, denn diese Schritte übertreffen weit das, das eigentlich vor Nun zwei Jahren zu mir gesagt wurde. Damals hieß es, dass es ca. 10.000 kosten wird wenn wir alle drei Schritte gehen müssten (also die Berufung nach negativem Ausgang). Jetzt sind wird bei ca. 9000 euro ohne Berufung und das war noch nicht mal die Abschlussrechnung. Ich gehe zumindest davon aus wenn sie Zwischenrechnung schreiben.