Hi! Ich war kürzlich wieder bei einem Therapie-Erstgespräch und hatte gehofft auch ein Indikationsschreiben zu bekommen. Nach einer größeren Fragerunde und weil ich auch Trauma und sowas erwähnt habe, wurde mir geraten, angesichts von Selbstwertthemen und meiner Geschichte und Dissoziation, das Thema Geschlechtsidentität hinten an zu stellen. Es war dann auch keine Zeit mehr, da groß was zu zu sagen und jetzt zweifle ich wieder.
Dabei fühlt es sich besser und stimmiger an, mehr als Frau unterwegs zu sein und ich kämpfe ja schon jeden Tag damit, wie viel "Frau" ich mit raus nehme, falls ich raus gehe, um nicht so mit Dysphorie zu tun zu haben und mich wohler zu fühlen.. auch wenn da gleichzeitig immer Angst mitschwingt, wie das Umfeld reagiert..
Habe den Folgetermin bei der Therapeutin wieder abgesagt und werde da nicht mehr hingehen, aber es nagt trotzdem an mir.
Hattest du, der*die du das hier liest, ne ähnliche Situation und kannst mir Mut zusprechen, dass ich auf dem richtigen Weg bin und die Therapeutin vom Thema einfach keine Ahnung hat? 😩
Ein Teil von mir weiß das und denkt "wenn die Themen, die ich habe, auch mit meiner Geschlechtsidentität zu tun haben, ist es doch logisch und wichtig, das auch aktiv anzugehen und auszuprobieren", ein anderer Teil denkt "sie hat doch studiert und es klingt ja auch logisch und vielleicht wäre es alles einfacher wenn ich das noch zurück stellen würde" ... aber das kann's ja irgendwie nicht sein.
Es kamen auch so Aussagen wie "ich bin ja schon ein paar Jahre älter als Sie, also vertrauen Sie mir, dass [irgendwas wogegen ich sonst womöglich hätte was sagen können]" wo ich im Nachhinein dachte wtf ist das für nen schwaches Argument ... 🙄
Also bitte, wenn ihr habt, ein bisschen Zuspruch oder Ermutigung oder Perspektive .. das wäre schön. Und falls ich doch auf dem Holzweg bin dann meinetwegen auch das ... 🙈