u/Bubbly_Function5884

Wie geht ihr mit eurem Imposter-Syndrom um, falls ihr eins habt?

Hallöchen zusammen,

vielleicht kennen einige von euch das Problem: Man hat beruflich oder privat was erreicht, Kollegen/Freunde/Familie sind voll des Lobs und eigentlich ist man auch stolz auf sich... Aber irgendwas im Hintrkopf nagt und sagt, dass man das alles nicht verdient hat, dass es Zufall und Glück war die Ziele zu erreichen, so dass man sich am Ende doch wieder schlecht fühlt.

Bei mir geht's konkret um die Arbeit. Ich bin recht frisch Betriebsratsvorsitzende und das mit einigen Stimmen Abstand zum Zweitplatzierten, dabei bin ich noch gar nicht lange in meiner Firma und habe eigentlich gar nicht besonders viele Kontakte in andere Abteilungen.

Grundsätzlich müsste mich das jetzt freuen, tut's auch irgendwie, aber mein Kopf sagt ständig nur "Die Leute haben über dich geredet, aber da war bestimmt auch total viel negatives bei, du hast den sowieso nur was vorgemacht und am Ende finde dich alle scheiße und du siehst was du davon hattest" - Und das nimmt mir meine ganze Vorfreude, die ich auf die Position hatte.

Wie schafft ihr es, diese negativen Gedanken abzuhalten und das Gefühl von "Ich hab alle getäuscht, eigentlich bin ich dumm und kann nichts" abzuschalten? Weil ich weiß ja, dass ich (meistens) nicht dumm bin und gebe mir auch (meistens) viel Mühe mit meinen Aufgaben, aber ich weiß auch, dass ich noch mehr tun und besser sein könnte, mach's aber nicht weil... Ja keine Ahnung warum. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, weil mein Freund mir zwar immer bestätigend und aufbauend zuspricht, mich das aber auch wieder zweifeln lässt, weil ich das ja gar nicht verdient habe - und dann bin ich wieder am Anfang.

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u/Bubbly_Function5884 — 3 days ago