Ich plane gerade den Umstieg von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe für unser Gründerzeit-Haus. Baujahr 1906, Wohnfläche 200 m², beheizte Fläche ca. 240 m² (wobei nur 200 m² ständig beheizt werden sollen). Bei Kauf EEK E mit ca. 133 kWh/m²/a Endenergieverbrauch laut Verbrauchsausweis (dem ich nicht ganz traue aber der größenordnungsmäßig wohl hinkommen sollte), also ca. 25.000 kWh Jahresverbrauch ohne Warmwasser. Das Haus war bereits teilsaniert mit Doppeltverglasung und gedämmtem Dach aus den 80ern, die Außenhülle ist massiv gemauert mit Vollklinker in 50 cm Stärke, voll unterkellert, ab Hochparterre zweischaliges Mauerwerk mit ca. 8 cm Luftspalt zwischen Innen- & Außenschale. Wir haben jetzt u.a. Geschossdecken gedämmt und eine Einblasdämmung mit Steinwolle gemacht, es werden noch überall dreifach verglaste Fenster eingebaut. Wir haben zudem eine KWL mit WRG eingebaut und werden schrittweise noch weitere gezielte Dämm- und Abdichtungsmaßnahmen an der Hülle vornehmen, so dass wir laut Sanierungsfahrplan hoffentlich auf ca. 80-100 kWh/m²/a Heizbedarf kommen sollten (EEK C).
Wir wollen das bestehende Schwarzrohr-Heizungssystem mit Stahlradiatoren überwiegend beibehalten da es hydraulisch gut abgeglichen ist und historisch zu dem Haus passt, zusätzlich schaffen wir noch 70 m² neue Flächenheizungen (Boden und Wände) um in allen Räumen die notwendige Heizleistung zu erreichen, der Zielwert für den Vorlauf bei Auslegungstemperatur der WP sind 45 Grad oder weniger um auf einen COP von mindestens 3 zu kommen. Entsprechend brauchen wir einen Mischerkreis sowie einen regulären Heizkreis, zudem einen Speicher für die Warmwasserbereitung, aktuell ist ein Schichtenspeicher mit Frischwasserstation geplant.
Wir sind damit in einem Übergangsbereich wo entweder eine 9 kW oder 12 kW WP Sinn macht nach meiner Heizlastberechnung, momentan tendiere ich zur 12 kW Variante da wir auch Warmwasser (3 Personen) über die WP machen werden. Ich plane die WP in Eigenleistung zu installieren, in der engeren Auswahl habe ich u.a. Panasonic T-CAP M 12 kW, Lambda/Zewotherm EU13L und Buderus WLW186i-12 AR E.
Ich würde aktuell zur Panasonic tendieren, nach meinem Verständnis kostet mich die WP mit Inneneinheit dann ca. 10-12 T€, mit weiteren Komponenten ca. 16-18 T€ insgesamt, ich plane über 1Klima die Förderung zu beantragen und entsprechend ca. 40 % gefördert zu bekommen (Umstieg von Ölheizung).
Bezüglich der Modulierung kann die Buderus wohl bis auf 2.1 kW runtergehen, die Panasonic lediglich auf 4 kW (?), die Lambda auf 3 kW. Vom Taktungsrisiko wäre die Buderus daher wohl die beste Wahl, wobei ich gehört habe, dass Panasonic bezüglich Anleitungen und Ersatzteile um Welten besser sein soll. Am Ende will ich eine robuste Anlage die ich gut selbst warten kann und die flexibel genug für meine Bedürfnisse ist und möglichst gut ausgelegt für das Haus mit geringer Taktung in der Übergangszeit. Einbindung in Smart Home via KNX oder einer anderen Schnittstelle wäre noch wünschenswert.
Die Außeneinheit kann direkt an der Wand zum Heizungskeller stehen (Westseite komplett frei), Leitungsweg entsprechend weniger als 1m zur Inneneinheit.
Sind diese Annahmen und die Planung für euch plausibel? Zu welcher Leistung würdet Ihr tendieren? Gibt es noch andere WP-Modelle die ich in Erwägung ziehen sollte? Würdet Ihr zur 9 kW Variante tendieren mit dem Risiko, dass sie zusammen mit Warmwasser an sehr kalten Tagen evtl. nicht genug Leistung bringt?