
Hallo zusammen,
ich hätte einige Fragen bezüglich einer ausgeförderten PV-Anlage. Nun steht die Planung an die Anlage auf Eigenverbrauch bzw. Überschusseinspeisung umzustellen. Auch die Anschaffung eines Speichers und einer Wallbox inklusive E-Auto ist geplant. Und das ganze soll natürlich "intelligent" funktionieren so dass ein Überschussladen mit PV-Strom ermöglicht wird.
Als Anfänger stellen sich mir hier aber viele fragen zur Vorgehensweise und ich hoffe ihr könnt mit dazu weiterhelfen.
Vorhanden sind aktuell:
12 kWp PV-Anlage Südausrichtung -> ca. 9.000 kWh Ertrag jährlich
2x String-Wechselrichter (1x SolarMax 6000C und 1x SolarMax 5000P)
1x iMSys Zweirichtungs-Zähler mit Smart Meter Gateway für die PV Einspeisung
1x Ferarris-Zähler (analoger Stromzähler) für den Netzbezug
Starkstromsteckdose in der Garage
Stromtarif ist Festpreis
Wie würdet ihr nun Vorgehen um möglichst wirtschaftlich die geplanten Ideen umzusetzen?
Meiner Fragen und Überlegung bisher:
1. Zählerschrank und Zähler:
Was muss durch den Elektriker alles erledigt werden? Ausbau Ferarris-Zähler und Umbau damit sowohl Netzbezug als auch PV-Einspeisung über den Zweirichtungszähler läuft? Bietet der Zählerschrank (siehe Bild) die nowendigen Voraussetzungen?
2. Speicher und Smart-Meter:
Weiterbetrieb der PV-Anlage mit den vorhandenen String-Wechselrichtern wäre vermutlich am wirtschaftlichsten? Verwendung von AC-Speicher (z. B. 1x oder 2x Marstek Venus E 3.0 5,12 kWh für ca. 1.000€ je Stück) sinnvoll? Soweit ich gelesen habe wäre dann auch ein passendes Smart-Meter am Zähler erforderlich damit der Speicher passend geladen wird.
Kosten für den Wechsel auf einen Hybridwechselrichter + DC-Speicher + Elektriker wären vermutlich ein vielfaches höher und kaum wirtschaftlich im Vergleich?
3. Wallbox für 11kW laden:
Auf was gilt es zu achten? Es ist ja bereits eine Starkstromsteckdose (CEE-Dose) in der Garage vorhanden. Ist es sinnvoll hier eine mobile Wallbox zu kaufen welche an dem vorhandenen Anschluss angesteckt werden kann? Oder hat so eine "mobile Wallbox" einen Nachteil? Ich habe gelesen für Überschussladen sollte die Wallbox zwischen 1 und 3 Phasen umschalten können damit auch bei geringeren Überschuss das Auto geladen werden kann. Muss die Wallbox mit dem Auto kommunizieren können? Könnt Ihr hier Modelle oder Hersteller empfehlen?
4. Energiemanagement für Speicher und Wallbox:
Was ist erforderlich für die Steuerung damit der PV-Strom 1. Hausbedarf 2. Speicher 3. Wallbox 4. Überschusseinspeisung in der richtigen Reihenfolge bedient? Und damit nicht einfach der Strom vom Speicher direkt ins Auto geladen wird. Und damit das E-Auto standardmäßig nur mit PV-Überschuss geladen wird, man aber manuell auch einstellen kann dass es mal aus dem Netzt lädt?
Ich habe gelesen das sich EVCC als Programm zur Steuerung von Speicher und Wallbox bezüglich Überschussladen gut eignet. Klappt das mit den alten String-Wechselrichtern? Reicht es wenn ein Smart Meter am Stromzähler + Speicher + Wallbox im Heimnetzwerk eingebunden ist? Oder muss auch eine Datenverbindung zu den Wechselrichtern bestehen? Muss das Auto auch noch irgendwie per api eingebunden werden oder erhält die Wallbox sowieso die Daten über Ladestand des Autos und übermittelt dies ggf. ebenfalls an EVCC?
Ist das ganze in dem Setup mit 1x oder 2x Marstek Venus E 3.0 Speicher möglich? Ich habe gelesen wenn mehrere Marstek Speicher kombiniert werden sollen wäre das Marstek eigene Smart Meter CT002 erforderlich. Gibt es da dann ggf. Kompabilitätsprobleme?
Ich wäre euch für Rückmeldungen zu den Fragen, sowie weiteren Input zu möglichen Produkten oder Problemen die ich ggf. übersehen habe sehr dankbar.