M2 Tipps für H26
Heyhey (:
Du schreibst nächstes Semester M2 und schwankst zwischen „eigentlich ist das alles total machbar“ und „Hilfe, was ist das“?
Auf Social Media zeigen dir irgendwelche Medfluencerinnen wie eeeeasy und romantisch das ganze sein kann und du siehst hier parallel Beiträge von Leuten, die das M2 als emotionale Achterbahnfahrt beschreiben?
Du selbst warst bisher eher durchschnittlich unterwegs, hast viel mit Altfragen gelernt, das Physikum nicht komplett unbeschadet überlebt und irgendwie das Gefühl, dass in der Klinik absolut nichts langfristig hängen geblieben ist?
Dann ist das hier vielleicht genau der richtige Post für dich :)
Warum ich das schreibe?
Weil ich mir während der Lernzeit oft einfach einen ehrlichen Erfahrungsbericht gewünscht hätte. Vielleicht hilft es ja irgendwem ein kleines bisschen weiter (:
Kurz zu mir: Physikum war Horror für mich (hatte es auch nicht im Erstversuch geschafft), und einige große Fächer wie Innere, Chirurgie und Ortho sowie Kleinzeug wie Auge habe ich wie es an meiner Uni üblich ist mit Altfragen bestanden.
Fangen wir an (und bitte vergesst nicht, das ist nur meine persönliche Erfahrung, ich gebe mir Mühe💕 ):
Mythos nr 1: “Du kreuzt am Anfang wie am Ende gleich”.
Das mag für die Leute stimmen, die von vorne herein wirklich gut kreuzen (irgendwo ist da der cutoff und da wird man einfach nicht mehr besser), aber im allgemeinen stimmt das nicht. Wer Innere nicht gut kann (ich zb) wird die ersten 20 Tage eine miese Zeit haben. Ich habe mit 43% am Tag 1 gestartet und erst gegen Ende des Innere Abschnitts über 60% gekreuzt. Es wird besser! (:
Tipp: gerade bei Innere lohnt es sich kleine Notizen zu den Krankheiten zu machen die man später im Schnelldurchlauf wiederholen kann.
Womit wir bei Mythos 2 sind: “Wiederholen lohnt sich nicht/ braucht man nicht” oder mein Favorit “Man kann am Ende mehr als man denkt”.
Wiederholen ist meines Erachtens wirklich das Wichtigste. Klar, man wird nie alles wiederholen können, und das kann auch nicht der Anspruch sein, aber vor allem die größeren Themen zu wiederholen (und da nicht nur, aber vor allem die Impacct Kapitel) lohnt sich wirklich.
Tipp dazu ist auch, deine eigenen Stärken nochmal grob durchzugehen, damit die auf jeden Fall sitzen.
Tipp: Mit Anki zu lernen lohnt sich nur, wenn man das auch bis dato im Studium getan hat. Es muss einem des Weiteren klar sein, dass man sich dabei natürlich ein sehr spezifisches Wissen aufbaut, das vor allem auf den bisher gefragten/gelb markierten Fakts basiert. In den Probeklausuren könnte es dann passieren dass man sich damit das Ergebnis „zu gut verfälscht“ weil man ja genau diese Fakten dann auswendig gelernt hat.
Ich habs ohne gemacht und es auch nicht vermisst, aber es gibt genügend Leute die darauf schwören.
Mythos der Amboss Auswertung: Die Prognose/Percentile/ der Wissenscore kann dir nur so als ganz ganz grobe Empfehlung dienen. Tendenziell würde ich sagen, dass diese Wertung schnell zu gut wird, vor allem wenn man beim Wiederholen Kapitelweise/Bereichweise kreuzt. Mein Wissenscore/ Die Notenprognose lag kurz vor dem Examen bei einer 2, meine Echte Note war eine gute 4.
Was hingegen sehr authentisch ist, und auch eigentlich durchgehend gestimmt hat, ist einfach der verdammte Mittelwert der bisher gekreuzten Fragen (dabei vllt die Mitte zwischen zuerst und zuletzt gekreuzt). Ich denke ich werde am Ende genau das gekreuzt haben (sicher sagen kann ichs zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht, die detaillierten Ergebnisse von F26 sind noch nicht per Post da).
Solltest du kurz vor dem Examen aber in allen diesen Prognostika unter den 60% liegen, würde ich es dir NICHT mehr empfehlen es „einfach mal zu versuchen“.
Womit ich auch gleich bei dem nächsten Mythos bin: „da fällt keiner durch“ oder auch die ewigen Storys von Leuten die angeblich nur 50 tage (oder weniger) des Lernplans gemacht haben. Ich bin mir sicher, das mag früher alles mal gestimmt haben, aber spätestens mit der Änderung des Examens im F25 ist das denke ich nicht mehr realistisch (Ausnahmetalente gibt es immer ). Ich habe eher mitbekommen, dass eben einige Leute am zweiten/dritten Tag nicht mehr hingehen und ein Attest abgeben, was die Statistik natürlich auch verfälscht.
Realistisch ist aber auch, dass man im Regelfall nicht alles vom Lernplan gemacht bekommt. Und das ist auch nicht schlimm.
Also, was wenns knapp wird weglassen?
Pauschal kann mans natürlich nicht sagen, aber wenn ich den kommenden Semestern etwas raten würde dann ist es schon mal auf keinen Fall die Heilkräuter wegzulassen (anscheinend werden die immer wichtiger) und auch Auge ist seit mehreren Jahren eine unumgängliche Hürde. Tendenziell also vllt eher HNO - aber das muss jeder für sich selbst wissen.
Übt gut alles im CT/MRT/Röntgen zu erkennen und auf jeden fall nochmal alle Formen eines EKGs. Das sind absolut safe Prüfungsfragen. (Das wäre zb etwas was ich wenn ichs nochmal schreiben müsste, gesondert gemacht hätte, weil da habe ich leider viele Punkte verschenkt. Ist einfach nicht unbedingt Fokus des 100 Tage Lernplans von Amboss).
Ebenfalls kann man bei den letzen 15 Tagen des Lernplans die ja eigentlich für zwei Probeexamen sowie Kreuzen wiederholen gedacht sind ein bisschen Zeit sparen/anders verwenden. Es reicht ein Probeexamen im Klausurenmodus oder wenns hart auf hart kommt auch (das habe ich gemacht) ein Tag von den dreien eines Examens im Klausurenmodus. Wichtig ist einfach sich dran zu gewöhnen, nicht direkt die richtige Lösung zu sehen und einfach weiterzumachen. Dieses „blind weitermachen“ ist ein unangenehmes Gefühl und man fühlt sich immer schlechter und deswegen sollte man damit unbedingt mal geprobt haben. Ansonsten kann man die 15 Tage wirklich zusammenschmelzen und da eher nochmal wiederholen.
Noch etwas zu den einzelnen Tagen: man muss auch nicht immer alle Fragen des jeweiligen Tages schaffen, das kann nämlich schon sehr schnell sehr viel werden. Und es ist auch normal, dass man am Anfang pro Lerntag länger als einen Tag braucht. Bei mir (again Innere war nicht meins) waren es wahrscheinlich sogar 3 pro Tag :D, irgendwann wird man aber schneller und kommt besser durch.
Super gut hat mir auch von Amboss diese Audio Mitgliedschaft geholfen. Also ja, man muss da trotzdem vor dem jeweiligen Kapitel sitzen, und das ist nicht unbedingt etwas was man so „parallel zum joggen“ oder was weiss ich verwenden kann (dann bleibt nicht unbedingt was hängen), aber gerade gegen Ende des Lernplans habe ich mir immer schwerer getan die Kapitel zu lesen und dann ist das eine gute Abwechslung. Dabei aber immer drauf achten, wie alt die Audioaufnahmen sind.
Allgemein finde ich, dass sich seit F25 der Stil der Prüfungsfragen schon recht geändert hat und seitdem das Examen sich immer mehr von unserem Lernplan wegbewegt. Trotzdem ist der 100 Tages Lernplan von Amboss zum aktuellen Stand immer noch der Goldstandard, denn etwas besseres gibts bis jetzt einfach nicht. Auch wenn damit nicht alle Bereiche des aktuellen Examens abgedeckt wurden, kann man damit gut bestehen.
So. Das wäre jetzt mal alles was mir nach besten Wissen und Gewissen so eingefallen wäre. Wenn ihr Fragen habt, schreibt gerne.
Nochmal: das ist meine Erfahrung mit dem F26 gewesen und soll nur als Hilfe für andere dienen :)
Ihr schafft das! Ich bin mir ganz sicher!! Und es wird auch nicht so schlimm wies M1 :)
Edit: ich hatte mir KEIN Freisemester genommen, und war eigentlich erst spät richtig scheinfrei. Daher auch diese ganzen Zeitsparer.