So gut wie jeder Experte benennt den überbordenden Föderalismus in diesem Land ineffektiv und teuer. Gerade wieder: Wir diskutieren über ASVG-Pensionen, Lohnnebenkosten und manchmal am Rande über Erbschaftssteuern. Das Geld liegt aber woanders: In Österreich stammen rund 80 Prozent der Landesbudgets aus Transferzahlungen des Bundes, in Deutschland sind es nur 14,7 Prozent. Das entspricht rund 36,4 Milliarden Euro an Transfers, während die Länder selbst nur 3,8 Milliarden Euro durch eigene Einnahmen generieren.
Heißt heruntergebrochen: Das Missverhältnis zwischen Ausgaben- und Einnahmenverantwortung kostet Österreich mehrere Milliarden Euro jährlich an Ineffizienz. Die häufig genannte Größenordnung liegt bei 3–5 Milliarden Euro an vermeidbaren Mehrkosten. Zack, da hab ich mehr eingespart als wir laut EU eigentlich müssten - und es trifft zudem die richtigen.
Ich weiß schon, niemand schießt sich selbst ins Knie und so; aber warum ist es der gemeinen Bevölkerung so wichtig, ein Mensch aus Bundesland X zu sein? Und verstehen die, dass sich das auch nicht ändert? Einziger Unterschied ist, dass die FPÖ ihre Wirtshausgutscheine nicht mehr verschicken kann & eventuell der Tagespresse fad wird.