Die meisten Psychotherapeuten sind nicht für ihren Job geeignet.
Ich (M, 31) war nach einer schwierigen Kindheit in meinen Zwanzigern bei einigen Psychotherapeuten. Von den gut 7 Psychotherapeuten mit denen ich gearbeitet habe (kennenlernen durfte ich mehr), war nur eine Emotional wirklich in der Lage auf mich einzugehen.
Viele Psychotherapeuten sind nicht besser als Wikipedia oder informativer Youtube Content. Sie geben einem Aufgabenblätter mit nach Hause, auf denen banale Anweisung stehen wie "Atmen sie 5 mal ein und aus wenn Sie sich gestresst fühlen". Danke dafür.
Auch hat sich für mich das Vorurteil bestätigt, dass die meisten Psychotherapie studieren, weil sie selbst einen Knacks haben. Vielen konnte man ihre schlechte mentale Verfassung ansehen, angespannte Sitzhaltung, hektische Gestik, unsichere Stimme. All das mag nicht weiter wild sein, wenn man nur ein paar generische Anweisungen (Verhaltenstherapie) möchte, ist aber hinderlich sobald man doch mal etwas emotionaler auf den Patienten eingehen muss, bzw. möchte, dass der Patient sich öffnen kann.
Sicherlich ist der Job sehr schwierig. Patienten kommen mit Erwartungen und um ihre Emotionen abzuladen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das schnell selbst für den Therapeuten belastend werden kann. Ich habe das Gefühl, dass bei den meisten älteren Therapeuten sich das darin zeigt, dass sie nicht mehr auf die Emotionen der Patienten einlassen. Je älter die Therapeuten, desto emotional kälter.
Ich sage nicht, dass alle Psychotherapeuten so sind. Ich hatte, wie Eingangs erwähnt, eine richtig gute Psychotherapeutin. Immer voll beim Patienten, immer die richtigen Fragen gestellt. Ich hatte absolut das Gefühl nach vorne zu kommen und gehört zu werden. Die meisten Therapeuten hatten aber leider mehr mit sich selbst zu kämpfen.